Welche Messaufgaben Vermessungsinstrumente abdecken
Zu dieser Gerätegruppe gehören Instrumente für Höhenübertragungen, Achsabsteckungen, Winkelmessungen, Nivellements und Lagekontrollen. Sie unterstützen das Einmessen von Bezugspunkten, das Prüfen von Ebenheiten und das Übertragen von Raster- oder Montagepunkten auf Boden, Wand oder Tragwerk. Anders als Materialprüfgeräte erfassen sie keine Werkstoffeigenschaften, sondern geometrische Verhältnisse und räumliche Positionen.
Einsatz im Holzbau, Abbund und auf der Montage
Im Holzbau werden Vermessungsinstrumente unter anderem bei der Vorbereitung von Fundamentanschlüssen, beim Einmessen von Stützenachsen, bei der Kontrolle von Elementlagen und bei der Montage von Dach-, Fassaden- oder Hallenkonstruktionen verwendet. In Abbund und Vorfertigung dienen sie zur Übernahme von Bezugsmassen und zur Kontrolle grösserer Bauteilgeometrien. Auch bei Umbauten und Bestandsaufnahmen sind sie relevant, wenn vorhandene Winkel, Höhen oder Schrägen sauber aufgenommen werden müssen.
Gerätearten und funktionale Ausprägungen
Je nach Aufgabe kommen optische, mechanisch unterstützte oder elektronische Systeme zum Einsatz. Typische Ausprägungen sind Nivellierinstrumente für Höhenbezüge, Winkel- und Richtungsinstrumente für Absteckungen sowie Systeme zur kombinierten Erfassung von Position und Höhe. Einige Geräte arbeiten mit digitaler Datenerfassung, andere mit klassischer optischer Ablesung. Welche Ausführung passt, hängt vor allem von Messdistanz, Genauigkeitsanforderung, Dokumentationsbedarf und Einsatzumgebung ab.
Abgrenzung zu Laserdistanzmessgeräten und Richtlichtgeräten
Vermessungsinstrumente sind breiter ausgelegt als Laserdistanzmessgeräte, die in erster Linie einzelne Distanzen erfassen. Gegenüber Richtlichtgeräten und Laserrichtlichtgeräten liegt der Schwerpunkt nicht auf der reinen visuellen Linien- oder Punktprojektion, sondern auf der vermessungstechnischen Bestimmung und Übertragung von Lagebezügen. Von Werkstückmessgeräten und Holzfeuchtemessgeräten unterscheiden sie sich dadurch, dass sie nicht einzelne Werkstücke oder Materialzustände prüfen, sondern das räumliche Verhältnis von Bauteilen, Achsen und Bezugspunkten.