Was bei beschichteten Holzoberflächen gemessen wird
Gemessen wird die Dicke einer aufgebrachten Schicht, nicht die Materialstärke des Werkstücks. Relevant sind unter anderem Grundierungen, Lacke, Lasuren oder funktionale Beschichtungen auf Massivholz, Furnier und Holzwerkstoffen. Welches Messverfahren geeignet ist, hängt von der Beschichtungsart, dem Zustand der Schicht und den Eigenschaften des Untergrunds ab.
Typische Anwendungen in Beschichtung und Endkontrolle
Eingesetzt werden Schichtdickenmessgeräte in Lackierbereichen, bei Serienbeschichtungen, in der Zwischenkontrolle einzelner Arbeitsgänge und in der Endprüfung fertiger Oberflächen. Die Messwerte dienen dazu, den Schichtaufbau zwischen Prozessschritten zu vergleichen und Abweichungen im Auftrag nachvollziehbar zu machen. Auch bei dokumentierten Oberflächensystemen wird die Schichtdicke als Prüfwert erfasst.
Nassschicht, Trockenschicht und gerätebezogene Ausführungen
Unterschieden wird vor allem zwischen Nassschicht- und Trockenschichtmessung. Nassschichtmessgeräte werden direkt nach dem Auftrag verwendet, um die aufgebrachte Menge zu prüfen; Trockenschichtmessgeräte erfassen die verbleibende Schicht nach Trocknung oder Aushärtung. Je nach Anwendung kommen einfache Handgeräte, Messhilfen für einzelne Prüfpunkte oder stärker auf wiederkehrende Prozesse ausgelegte Systeme zum Einsatz.
Abgrenzung zu Holzfeuchte-, Oberflächen- und Werkstoffprüfung
Schichtdickenmessgeräte prüfen den Beschichtungsaufbau und nicht den Feuchtegehalt des Holzes. Damit unterscheiden sie sich klar von Holzfeuchtemessgeräten. Gegenüber Oberflächenprüfgeräten und Werkstoffprüfgeräten liegt der Fokus nicht auf Rauheit, Glanz, Haftung, Materialeigenschaften oder Festigkeit, sondern auf der Stärke einer aufgebrachten Schicht.