Was Richtlichtgeräte in der Holzverarbeitung leisten
Richtlichtgeräte projizieren eine optische Referenz auf Material, Maschinentisch oder Förderstrecke. Die Anzeige kann als Linie, Kreuz, Punkt oder markierter Bereich ausgeführt sein und hilft, Werkstücke entlang einer definierten Orientierung zu positionieren. Im Unterschied zu Messgeräten mit numerischer Ausgabe steht hier nicht die Erfassung eines Messwerts im Vordergrund, sondern die sichtbare Vorgabe einer Lage, Achse oder Bearbeitungsrichtung.
Typische Anwendungen an Maschinen und Arbeitsplätzen
Eingesetzt werden Richtlichtgeräte unter anderem an Sägen, Kappanlagen, Bohrstationen, Fräsarbeitsplätzen und bei Zuführungen. Sie erleichtern das Anlegen von Brettern, Platten und Kanthölzern an Schnitt- oder Bearbeitungslinien und können auch bei der Ausrichtung von Anschlägen oder Werkstücklagen helfen. In der Praxis werden sie dort verwendet, wo eine optische Orientierung direkt im Sichtfeld schneller erfasst wird als eine rein mechanische Markierung.
Ausführungen nach Projektion und Einbausituation
Richtlichtgeräte unterscheiden sich vor allem nach Art der Projektion, Reichweite, Montageform und Einstellbarkeit. Üblich sind Geräte für Linien- oder Punktprojektion sowie Lösungen für stationären Einbau an Maschinen oder für die Nachrüstung bestehender Anlagen. Relevant sind zudem Merkmale wie sichtbare Linienbreite, Justiermöglichkeiten, Befestigung am Maschinengestell und die Eignung für staubige oder vibrationsbelastete Umgebungen.
Abgrenzung zu Laserrichtlichtgeräten und anderen Messgeräten
Innerhalb der Messgeräte und Prüfgeräte sind Richtlichtgeräte von eigentlichen Messsystemen zu trennen. Laserdistanzmessgeräte oder Vermessungsinstrumente liefern Messwerte, während Richtlichtgeräte primär eine optische Führung anzeigen. Gegenüber Laserrichtlichtgeräten ist der Begriff breiter gefasst: Laserrichtlichtgeräte arbeiten gezielt mit Laserprojektion, Richtlichtgeräte können je nach Ausführung auch andere optische Verfahren zur Linien- oder Positionsanzeige nutzen. Von Laserpositionssteuerungen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie nicht zwingend in eine automatische Maschinenregelung eingebunden sind.