Masshaltigkeit, Geometrie und Passung am Werkstück
Diese Geräte beziehen sich auf das fertige oder teilbearbeitete Werkstück, nicht auf das Material im Rohzustand und nicht auf das Werkzeug. Geprüft werden unter anderem lineare Masse, Rechtwinkligkeit, Ebenheit, Durchmesser, Tiefen, Abstände und Lagebezüge einzelner Bearbeitungen. Je nach Messaufgabe kommen einfache manuelle Prüfmittel oder genauere Messsysteme für wiederkehrende Kontrollen zum Einsatz.
Einsatz in Zuschnitt, Bearbeitung und Endkontrolle
Typische Anwendungen liegen in Schreinerei, Möbelbau, Fenster- und Türenfertigung sowie in der Bearbeitung von Plattenwerkstoffen. Gemessen wird nach dem Zuschnitt, nach Fräs-, Bohr- oder Kantenbearbeitung sowie vor Montage und Auslieferung. So lassen sich Massabweichungen, fehlerhafte Bearbeitungspositionen oder Passungsprobleme zwischen zusammengehörenden Teilen früh erkennen.
Gerätearten für unterschiedliche Messaufgaben
Zum Bereich gehören Mess- und Prüfmittel für einzelne Werkstückmerkmale oder für komplette Geometrien. Dazu zählen beispielsweise Geräte für Dicken- und Breitenkontrolle, Tiefenmessung, Winkelprüfung, Lehren für wiederkehrende Sollmasse sowie optische oder digitale Systeme zur Erfassung komplexerer Konturen. Welche Ausführung geeignet ist, hängt von Werkstückform, Toleranzvorgaben, Stückzahl und dem gewünschten Prüfablauf ab.
Abgrenzung zu anderen Mess- und Prüfgeräten
Werkstückmessgeräte und Werkstückprüfgeräte unterscheiden sich von Werkzeugmessgeräten und Werkzeugprüfgeräten, weil nicht Fräser, Sägeblätter oder Bohrer vermessen werden, sondern das bearbeitete Teil. Gegenüber Werkstoffprüfgeräten steht nicht die Materialeigenschaft im Vordergrund, sondern die geometrische Ausführung des Werkstücks. Holzfeuchtemessgeräte erfassen den Feuchtegehalt, Oberflächenprüfgeräte die Oberflächenbeschaffenheit, und Vermessungsinstrumente dienen eher der räumlichen Einmessung von Bauteilen oder Baustellen als der Prüfung einzelner Werkstücke.