Welche Zeitwerte Zeitmessgeräte erfassen
Zeitmessgeräte dienen zur Messung von Dauer, Start-Stopp-Intervallen, Countdown-Zeiten oder fortlaufenden Laufzeiten. Erfasst werden können einzelne Arbeitsschritte ebenso wie wiederkehrende Zykluszeiten in der Produktion. Die Messung erfolgt je nach Gerät manuell, etwa per Tastenbedienung, oder automatisch über eine Maschinen- oder Prozessanbindung.
Typische Anwendungen in der Holzverarbeitung
In holzverarbeitenden Betrieben werden Zeitmessgeräte eingesetzt, wenn Abläufe an feste Zeitfenster gebunden sind. Dazu gehören unter anderem Leim- und Presszeiten, Ablüft- und Trockenintervalle, kontrollierte Wartezeiten zwischen Arbeitsschritten oder die Überwachung von Maschinenlaufzeiten. Auch bei wiederkehrenden Serienabläufen helfen sie, Takte und Durchlaufzeiten nachvollziehbar zu halten.
Ausführungen von einfachen Timern bis zu Betriebsstundenzählern
Zeitmessgeräte sind in unterschiedlichen Bauformen erhältlich, etwa als tragbare Stoppuhren, Tischgeräte, Schalttafeleinbaugeräte oder integrierte Anzeigen an Maschinen. Häufige Funktionen sind Countdown, Zwischenzeitmessung, Signalgebung nach Ablauf einer eingestellten Zeit oder die Anzeige kumulierter Laufzeiten. Welche Ausführung geeignet ist, hängt davon ab, ob einzelne Vorgänge manuell überwacht oder Zeiten dauerhaft an einer Anlage erfasst werden sollen.
Abgrenzung zu Zeitstudiengeräten und anderen Messgeräten
Zeitmessgeräte messen in erster Linie Zeitwerte eines Vorgangs oder einer Anlage. Sie unterscheiden sich von Zeitstudiengeräten (REFA), die auf die systematische Analyse von Arbeitsabläufen und Leistungsdaten ausgerichtet sind. Gegenüber Holzfeuchtemessgeräten, Temperaturmessgeräten oder Werkstückprüfgeräten erfassen sie keine Material- oder Qualitätswerte, sondern ausschliesslich zeitbezogene Informationen.