Welche Eigenschaften Werkstoffprüfgeräte erfassen
Werkstoffprüfgeräte sind auf die Prüfung von Werkstoffeigenschaften ausgelegt, nicht auf die reine Geometrie eines Werkstücks. In der Holzverarbeitung betrifft das vor allem Vollholz, Plattenwerkstoffe, Verbundmaterialien und teilweise verleimte Proben. Je nach Gerät und Prüfaufbau werden mechanische, physikalische oder materialbezogene Kennwerte ermittelt. Die Ergebnisse dienen dazu, die Eignung eines Materials für Verarbeitung, Belastung oder weitere Bearbeitung zu beurteilen.
Typische Einsatzbereiche in der Holzbranche
Eingesetzt werden Werkstoffprüfgeräte in der Wareneingangskontrolle, in der Materialentwicklung, in der laufenden Qualitätsprüfung und bei der Analyse von Beanstandungen. In Sägewerken, Schreinereien, im Holzbau oder bei Herstellern von Holzwerkstoffen werden damit Eigenschaften von Rohmaterial, Halbfabrikaten oder Prüfkörpern untersucht. Der Einsatz ist besonders dann sinnvoll, wenn nicht nur Masse oder Oberflächenzustand, sondern das Verhalten des Materials selbst nachgewiesen werden muss.
Gerätetypen und Prüfverfahren
Zu dieser Kategorie zählen je nach Anwendungsfall stationäre Prüfgeräte für Labor und Qualitätssicherung sowie mobile Geräte für Stichproben vor Ort. Prüfverfahren können zerstörend oder zerstörungsarm angelegt sein, abhängig davon, ob das Prüfmuster nach der Prüfung weiterverwendet werden soll. In der Praxis kommen unter anderem Geräte für Druck-, Zug-, Biege-, Härte- oder Dichteprüfungen zum Einsatz. Welche Geräte geeignet sind, hängt vom Material, vom geforderten Kennwert und vom vorgesehenen Prüfablauf ab.
Abgrenzung zu anderen Prüf- und Messgeräten
Werkstoffprüfgeräte sind von mehreren benachbarten Gerätekategorien klar zu unterscheiden. Holzfeuchtemessgeräte erfassen den Feuchtegehalt, Oberflächenprüfgeräte bewerten die Beschaffenheit einer Oberfläche, und Werkstückmessgeräte sowie Werkstückprüfgeräte beziehen sich auf Masse, Form oder konkrete Teile. Erzeugnisprüfgeräte prüfen eher das fertige Produkt oder dessen Funktion. Werkstoffprüfgeräte hingegen richten sich auf die Eigenschaften des Materials selbst, unabhängig davon, ob daraus bereits ein Endprodukt gefertigt wurde.