Welche Aufgaben Sensoren in der Intralogistik übernehmen
Sensoren wandeln physikalische Grössen in elektrische oder andere auswertbare Signale um. In automatisierten Materialflüssen liefern sie Rückmeldungen für Steuerungen, damit Bewegungen, Übergaben und Prozessschritte nachvollziehbar und reproduzierbar ablaufen. Erfasst werden je nach Anwendung beispielsweise Objekte, Abstände, Winkel, Drehzahlen, Kräfte, Drücke, Temperaturen oder Feuchtigkeit. Damit bilden Sensoren die technische Grundlage für Zustandsabfragen, Messwerte und Schaltsignale in Anlagen der Lager- und Fördertechnik.
Typische Einsatzbereiche in Lager-, Förder- und Handlingsystemen
In Förderanlagen werden Sensoren eingesetzt, um Behälter, Kartons, Paletten oder Werkstückträger zu erkennen und ihren Durchlauf zu überwachen. In Regalbediengeräten, Shuttles oder Hebeeinrichtungen erfassen sie Positionen, Endlagen, Geschwindigkeiten oder Lastzustände. Bei Greifern, Handhabungsachsen und Übergabestationen unterstützen sie die Lage- und Anwesenheitserkennung von Teilen. Ergänzend kommen Sensoren zur Überwachung von Umgebungsbedingungen zum Einsatz, etwa bei Temperatur, Feuchtigkeit, Druck oder CO2 in sensiblen Lagerbereichen.
Messgroessen und technische Ausprägungen
Das Spektrum reicht von induktiven und optoelektronischen Sensoren über Ultraschall- und Drucksensoren bis zu Beschleunigungs-, Neigungs-, Drehzahl-, Kraft-, Gewichts- oder Temperatursensoren. Einige Sensoren arbeiten berührungslos, andere erfassen Werte über direkten Kontakt oder über mechanische Kopplung. Je nach Aufgabe liefern sie binäre Schaltsignale oder kontinuierliche Messwerte. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Messbereich, Genauigkeitsanforderung, Reaktionszeit, Einbauraum, Materialeigenschaften des Erfassungsobjekts sowie nach Staub, Feuchte, Vibration oder Temperaturschwankungen.
Abgrenzung zu anderen Leistungen innerhalb der Sensorik
Die Leistung Sensoren umfasst die Sensorik-Komponenten selbst und deren funktionale Ausprägungen nach Messprinzip oder Messgrösse. Davon zu unterscheiden ist die Entwicklung von Sensoren, bei der kundenspezifische Konstruktion, Anpassung oder Neuentwicklung im Vordergrund steht. Identifikationssysteme erfassen nicht primär physikalische Zustände, sondern ordnen Objekte über Codes, Transponder oder ähnliche Merkmale eindeutig zu. Bilderkennungssysteme und Visionsysteme verarbeiten Bilddaten, während Lageerkennungssysteme und Umgebungsmonitoringsysteme eher anwendungsbezogene Teilbereiche darstellen, die häufig auf mehreren Sensoren oder zusätzlichen Auswertefunktionen beruhen.