Temperaturmessung in automatisierten Logistiksystemen
Ein Temperatursensor wandelt einen thermischen Zustand in ein auswertbares Signal um. Gemessen werden kann direkt an einer Oberfläche, in der Umgebungsluft, in einem Gehäuse oder in einem Medium. In automatisierten Anlagen werden die Messwerte typischerweise an Steuerungen, Überwachungssysteme oder Datenlogger übergeben, um Betriebszustände zu erfassen oder Grenzwerte zu überwachen.
Typische Messpunkte in Lager, Fördertechnik und Kühlbereichen
In Lager- und Förderanlagen werden Temperatursensoren an unterschiedlichen Stellen eingesetzt: in Kühl- und Tiefkühlbereichen, in temperaturgeführten Lagerzonen, an Motoren und Antrieben, in Schaltschränken, an Lade- und Batteriesystemen sowie an transportierten Behältern oder Produkten. Je nach Anwendung geht es entweder um die Produkttemperatur, um die Umgebungstemperatur oder um die thermische Überwachung technischer Komponenten.
Bauformen und Messprinzipien für unterschiedliche Einbausituationen
Gebräuchlich sind kontaktierende Fühler für Einbau, Anlege- oder Tauchmessungen sowie berührungslose Sensoren für Oberflächen oder bewegte Objekte. Die konkrete Ausführung hängt davon ab, ob schnell wechselnde Temperaturen, schwer zugängliche Messstellen oder hygienisch sensible Bereiche vorliegen. Ebenso relevant sind Schutzart, Materialausführung, Signalart und die Frage, ob der Sensor dauerhaft verbaut oder mobil verwendet wird.
Abgrenzung zu anderen Sensoren in der Intralogistik
Temperatursensoren erfassen ausschliesslich die Messgrösse Temperatur. Feuchtesensoren messen den Feuchtegehalt der Luft oder eines Mediums, Drucksensoren überwachen Druckverhältnisse, CO2-Sensoren dienen der Gasanalyse und Beschleunigungs- oder Drehzahlsensoren erfassen Bewegungszustände. Gegenüber der Geschwisterleistung Elektronische Sensoren beschreibt Temperatursensoren keine technische Grundbauart, sondern eine klar definierte Messaufgabe innerhalb der übergeordneten Kategorie Sensoren.