Funktionsprinzip der kontaktlosen Metallerkennung
Induktive Sensoren erzeugen im aktiven Bereich ein elektromagnetisches Feld. Nähert sich ein metallisches Objekt, verändert sich dieses Feld, und der Sensor schaltet seinen Ausgang. Das Verfahren arbeitet verschleissarm, da kein mechanischer Kontakt nötig ist. Erfasst werden in erster Linie Metalle; nichtmetallische Objekte lassen sich mit diesem Sensortyp in der Regel nicht direkt detektieren.
Einsatz in Fördertechnik, Handling und Lageranlagen
In intralogistischen Anlagen dienen induktive Sensoren zur Positionsabfrage an Förderstrecken, Hubwerken, Vereinzelern, Übergabestationen oder Greifsystemen. Sie melden etwa, ob ein metallischer Mitnehmer, Anschlag, Träger oder Maschinenteil eine definierte Lage erreicht hat. Auch an Toren, Verriegelungen oder bewegten Baugruppen werden sie zur Endlagenerkennung eingesetzt. Ihre berührungslose Arbeitsweise ist dort sinnvoll, wo Taktung, Wiederholgenauigkeit und geringer mechanischer Verschleiss gefragt sind.
Bauformen, Schaltabstände und Einbausituationen
Induktive Sensoren sind in verschiedenen Gehäuseformen erhältlich, etwa zylindrisch oder quaderförmig, sowie für unterschiedliche Montagearten. In der Praxis wird zwischen bündigem und nicht bündigem Einbau unterschieden, weil sich dadurch das Einbauumfeld und der nutzbare Schaltabstand verändern. Der erreichbare Schaltabstand hängt unter anderem von Sensorgrösse, Bauart und Zielmaterial ab. Für die Auslegung sind daher das zu erfassende Metall, die Einbaulage und die mechanischen Abstände im Anlagenbereich zu berücksichtigen.
Abgrenzung zu optoelektronischen und Ultraschallsensoren
Innerhalb der Sensorik sind induktive Sensoren auf die Detektion metallischer Ziele ausgelegt. Soll unabhängig vom Material erkannt werden, kommen je nach Anwendung eher optoelektronische Sensoren oder Ultraschallsensoren in Betracht. Gegenüber Beschleunigungs-, Druck- oder Temperatursensoren messen induktive Sensoren keine physikalischen Zustandsgrössen, sondern dienen primär der Anwesenheits- und Positionsabfrage. Sie unterscheiden sich auch von übergeordnet beschriebenen elektronischen Sensoren dadurch, dass ihr Einsatzfall klar auf die induktive Metallerkennung begrenzt ist.