Welche Messgroessen Beschleunigungssensoren erfassen
Ein Beschleunigungssensor misst die Aenderung der Geschwindigkeit pro Zeit entlang einer oder mehrerer Achsen. Damit lassen sich dynamische Vorgaenge wie Anfahren, Abbremsen, Schwingungen, Stoesse und Unwuchten erfassen. Je nach Ausfuehrung stehen Momentanwerte, Verlaufsdaten oder Grenzwertsignale fuer die weitere Verarbeitung zur Verfuegung.
Einsatz in Foerdertechnik, Lagerautomation und fahrerlosen Systemen
Typische Anwendungen liegen bei Foerderanlagen, Regalbediengeraeten, Shuttles, Sortieranlagen und fahrerlosen Transportfahrzeugen. Sensoren koennen dort ungewoehnliche Vibrationen an Antrieben und Lagern erkennbar machen, Stossbelastungen an Lastaufnahmemitteln dokumentieren oder Bewegungsprofile von mobilen Einheiten erfassen. Auch bei empfindlichen Guetern lassen sich Transport- und Handhabungsvorgaenge damit nachvollziehen.
Achszahl, Bauform und Signalausgabe
Beschleunigungssensoren sind als einachsige, zweiachsige oder dreiachsige Varianten verfuegbar. Die Auswahl richtet sich danach, ob Bewegungen nur in einer Richtung oder raeumlich erfasst werden sollen. Fuer die Einbindung in Maschinen und Anlagen kommen kompakte Sensormodule, gekapselte Industrieausfuehrungen sowie unterschiedliche elektrische Schnittstellen in Frage, etwa analoge Messsignale, digitale Daten oder Schaltpunkte fuer Grenzwertueberwachung.
Abgrenzung zu anderen Sensoren
Innerhalb der Hierarchie gehoeren Beschleunigungssensoren zur Gruppe der Sensoren und erfassen Bewegungsdynamik, nicht aber direkt andere physikalische Groessen wie Druck, Feuchte oder CO2. Gegenueber Geschwindigkeitssensoren messen sie nicht die konstante Fahr- oder Bandgeschwindigkeit, sondern deren Aenderung. Von Drehzahlsensoren unterscheiden sie sich dadurch, dass sie keine Rotationsgeschwindigkeit einer Welle erfassen. Neigungssensoren sind fuer statische Lagewinkel ausgelegt, waehrend Beschleunigungssensoren vor allem fuer dynamische Belastungen und Schwingungen eingesetzt werden.