Welche Feuchtewerte erfasst werden
Je nach Ausführung messen Feuchtesensoren die relative Luftfeuchte, die Materialfeuchte oder Messgrössen, aus denen sich der Taupunkt ableiten lässt. In Lager- und Automationsumgebungen geht es meist um die Luftfeuchte in Hallen, Zonen, Behältern oder Lüftungssystemen. Die Messwerte werden für Überwachung, Regelung oder Meldungen in Steuerungen und Leitsystemen verwendet.
Einsatzorte in Lager, Fördertechnik und Verpackung
Typische Anwendungen liegen in klimatisierten Lagern, Kühlbereichen, Übergangszonen mit Temperaturwechseln, Verpackungslinien und Behälter- oder Silosystemen. Feuchtesensoren werden dort eingesetzt, wo Waren auf zu trockene oder zu feuchte Umgebung reagieren, etwa bei Papier, Karton, Elektronik, Schüttgütern oder verpackten Produkten. Auch in Lüftungs- und Entfeuchtungskonzepten liefern sie die Grundlage für automatische Nachregelungen.
Ausführungen und Kombinationen
Feuchtesensoren sind als Raumsensoren, Kanalfühler, Einbaufühler, Sonden für geschlossene Systeme oder als kompakte Module für Maschinen verfügbar. Häufig werden sie mit Temperatursensoren kombiniert, weil Feuchtewerte stark von der Temperatur beeinflusst werden und viele Regelaufgaben beide Messgrössen benötigen. Für raue Umgebungen sind Gehäuse, Schutzarten, Filterelemente und die chemische Beständigkeit des Messkopfs bei der Auswahl relevant.
Abgrenzung innerhalb der Sensorik
Innerhalb der Leistung "Sensoren" erfassen Feuchtesensoren gezielt den Feuchtezustand von Luft oder Material. Sie unterscheiden sich von Temperatursensoren, die nur Wärmegrade messen, und von CO2-Sensoren, die die Luftzusammensetzung überwachen. Gegenüber Differenzdrucksensoren oder Drucksensoren liefern sie keine Druckwerte, sondern klimatische Zustandsdaten, die vor allem für Lagerbedingungen, Kondensationsrisiken und produktspezifische Umgebungen relevant sind.