Welche Lageinformationen erfasst werden
Lageerkennungssysteme bestimmen, wo sich ein Objekt befindet und wie es ausgerichtet ist. Je nach Anwendung geht es um die Anwesenheit an einer Position, die Orientierung auf einem Fördermittel, die Verschiebung entlang einer Achse oder um mehrere räumliche Bezugspunkte. Die Auswertung erfolgt auf Basis von Sensorsignalen, die in der Steuerung oder direkt im System in nutzbare Lageinformationen umgesetzt werden.
Einsatzpunkte in Fördertechnik, Lager und Handling
Typische Anwendungen liegen an Übergabestellen, vor Greif- und Ablegevorgängen, an Ein- und Ausschleusungen sowie an bewegten Achsen in Lager- und Handhabungssystemen. Lageerkennung wird genutzt, wenn Objekte vor dem nächsten Prozessschritt eindeutig positioniert sein müssen oder wenn Abweichungen früh erkannt werden sollen. Auch zur Referenzierung von Fahrwegen, Hubbewegungen oder Zielpositionen in automatisierten Materialflüssen ist sie relevant.
Systemausprägungen nach Messprinzip und Erfassungsbereich
Lageerkennungssysteme unterscheiden sich unter anderem nach Messprinzip, Erfassungsraum und Ausgabedaten. Je nach Aufgabe kommen punktuelle, lineare oder flächige Erfassungen infrage, ebenso stationäre oder mitbewegte Systeme. Die Lage kann relativ zu einer Referenz oder als absolute Position ermittelt werden; ausgegeben werden etwa Schaltsignale, Koordinatenwerte oder definierte Lagezustände.
Abgrenzung innerhalb der Sensorik
Innerhalb der Sensorik konzentrieren sich Lageerkennungssysteme auf Positions- und Ausrichtungsdaten. Bilderkennungssysteme und Visionsysteme arbeiten stärker mit der Interpretation von Bildinformationen, während Identifikationssysteme Objekte über Merkmale oder Kennungen zuordnen. Umgebungsmonitoringsysteme erfassen Zustände wie Klima oder Umgebungseinflüsse, nicht primär die Lage eines Förderguts. Die Entwicklung von Sensoren beschreibt die technische Entstehung einzelner Sensorlösungen und nicht deren konkrete Anwendung zur Lagebestimmung.