Was optoelektronische Sensoren in der Intralogistik erfassen
Diese Sensoren arbeiten mit einem optischen Sender und Empfänger und werten aus, ob ein Lichtstrahl unterbrochen, reflektiert oder verändert wird. Damit lassen sich Anwesenheit, Durchlauf, Lage, Kanten, Kontraste oder definierte Distanzen erfassen. Im Unterschied zu rein mechanischen Abfragen erfolgt die Erkennung berührungslos, was bei schnellen Förderprozessen und empfindlichen Gütern relevant ist.
Typische Anwendungen an Förderstrecken, Lagerplätzen und Handlingsystemen
Optoelektronische Sensoren werden entlang von Rollenbahnen, Förderbändern, Sortieranlagen, Liften, Shuttle-Systemen und Übergabestellen eingesetzt. Sie melden belegte und freie Streckenabschnitte, prüfen die Werkstücklage, erkennen Behälter an Ein- und Ausschleusungen oder überwachen Stapel- und Vereinzelungsprozesse. Auch an Greifern, Portalen und Zuführsystemen dienen sie zur Positionskontrolle und Anwesenheitsabfrage.
Bauarten und Auswahlkriterien
Zu den gängigen Ausprägungen zählen Einweg-Lichtschranken, Reflexionslichtschranken, Reflexionslichttaster, Gabellichtschranken sowie je nach Aufgabe Laser-, Kontrast- oder Farbsensoren. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Objektgrösse, Oberfläche, Erfassungsdistanz, Schaltfrequenz, Umgebungslicht und Einbausituation. In staubigen oder stark wechselnden Umgebungen ist zudem entscheidend, wie stabil das Signal unter realen Betriebsbedingungen ausgewertet werden kann.
Abgrenzung zu induktiven, Ultraschall- und anderen Sensoren
Innerhalb der übergeordneten Leistung Sensoren bilden optoelektronische Sensoren die Gruppe für lichtbasierte Erfassung. Sie unterscheiden sich von induktiven Sensoren, die vor allem metallische Objekte im Nahbereich erkennen, und von Ultraschallsensoren, die mit Schall arbeiten und bei transparenten oder stark reflektierenden Objekten je nach Aufgabe andere Eigenschaften zeigen. Gegenüber Beschleunigungs-, Druck- oder Temperatursensoren erfassen optoelektronische Sensoren keine physikalischen Prozessgrössen, sondern primär Objekte, Positionen und optische Merkmale.