Wie Kontaktkleber verarbeitet werden
Der Klebstoff wird in der Regel auf beide Fügepartner aufgetragen. Nach einer material- und produktabhängigen Ablüftzeit werden die Flächen exakt positioniert und mit Druck zusammengefügt. Die Haftung entsteht unmittelbar beim Kontakt der vorbereiteten Oberflächen, weshalb sauberes Ausrichten, gleichmässiger Auftrag und geeignete Untergrundvorbereitung entscheidend sind.
Typische Anwendungen auf Holz- und Plattenwerkstoffen
Im Holzbereich werden Kontaktkleber unter anderem für die Verklebung von Schichtstoffen, Dekoroberflächen, Kanten, Profilen sowie für Kombinationen mit Kork, Gummi, Textilien oder bestimmten Kunststoffen verwendet. Sie kommen dort in Betracht, wo flächige Verklebungen gefordert sind und die Teile nach dem Fügen direkt haften sollen. Auch bei Formteilen oder wenig nachgiebigen Oberflächen werden Kontaktkleber eingesetzt, sofern das jeweilige Material dafür geeignet ist.
Ausführungen und lösungsmittelfreie Systeme
Kontaktkleber sind in unterschiedlichen chemischen Systemen und Verarbeitungsformen erhältlich, etwa für Streichen, Rollen oder Sprühauftrag. Die Unterleistung "Kontaktkleber lösungsmittelfrei" betrifft Produkte ohne Lösemittelträger; ihre Eignung richtet sich nach Werkstoff, Trocknungsbedingungen und den Anforderungen an die Verbindung. Für die Auswahl sind unter anderem Angaben zu Ablüftverhalten, Temperaturbereich und Verträglichkeit mit den Fügeteilen relevant.
Abgrenzung zu anderen Klebstoffen und Leimen
Innerhalb der Gruppe "Klebstoffe und Leime" stehen Kontaktkleber für Verklebungen, bei denen die Haftung erst nach dem Ablüften und anschliessenden Fügen entsteht. Dispersionsleime werden meist nass gefügt und härten während einer Presszeit aus, Montagekleber dienen eher dem Ausgleich kleiner Unebenheiten, und Schmelzkleber werden thermisch verarbeitet. Parkettklebstoffe, Bitumenkleber oder reaktive Ein- und Zweikomponentensysteme sind auf andere Untergründe, Belastungen oder Aushärtungsmechanismen ausgelegt.