Was Holzleimbau PU-Klebstoffe ausmacht
Diese Klebstoffe basieren auf Polyurethan-Chemie und härten reaktiv aus. Im Holzleimbau werden sie für Verbindungen verwendet, bei denen die Klebefuge Teil eines konstruktiven Holzbauteils ist. Die Eignung eines Produkts hängt unter anderem von Holzfeuchte, Oberflächenzustand, Fugengeometrie und der abgestimmten Prozessführung in der Fertigung ab.
Einsatzbereiche in verleimten Holzbauteilen
Typische Anwendungen liegen in der Herstellung von mehrschichtigen oder aus einzelnen Holzelementen aufgebauten Bauteilen. Dazu gehören Verklebungen von Lamellen, Stäben oder segmentierten Komponenten, wie sie im Holzleimbau und in der industriellen Holzverarbeitung vorkommen. Je nach Bauteil und Produktionsablauf stehen dabei kurze Taktzeiten, definierte Pressprozesse oder bestimmte Anforderungen an die Weiterbearbeitung im Vordergrund.
Systemvarianten und verarbeitungsrelevante Unterschiede
Im Markt finden sich je nach Produktlinie einkomponentige und mehrkomponentige PU-Systeme. Sie unterscheiden sich beispielsweise bei Reaktionsverhalten, Mischaufwand, offener Zeit und den Bedingungen während Pressung und Aushärtung. Für die Auswahl sind ausserdem Faktoren wie Auftragsverfahren, Temperaturbereich in der Produktion und die Abstimmung auf den konkreten Holzwerkstoff entscheidend.
Abgrenzung innerhalb von Klebstoffen und Leimen
Innerhalb der Kategorie Klebstoffe und Leime ist Holzleimbau PU-Klebstoffe keine allgemeine Klebstoffgruppe, sondern eine anwendungsbezogene Unterkategorie für den Holzbau. Sie unterscheiden sich von Dispersionsleimen und Kontaktklebern durch ihr reaktives Aushärtungsverhalten und vom Montagekleber oder Parkettklebstoff durch den Fokus auf konstruktive Holzverklebungen in der Fertigung. Gegenüber den Geschwisterkategorien Einkomponentenklebstoffe reaktiv und Zweikomponentenklebstoffe beschreibt diese Leistung nicht primär den Systemaufbau, sondern den konkreten Einsatz im Holzleimbau.