Wofür Bitumenkleber ausgelegt sind
Bitumenkleber dienen zur Verbindung von bitumenverträglichen Materialien und Untergründen. Sie werden eingesetzt, wenn eine Verklebung in Bereichen mit Abdichtungsbezug erforderlich ist, etwa zwischen Bahnen, Anschlussmaterialien oder bestimmten Dämm- und Schutzschichten. Im Unterschied zu Holzleimen steht nicht die starre oder hochfeste Holz-Holz-Verbindung im Vordergrund, sondern die materialgerechte Haftung innerhalb eines bituminösen Aufbaus.
Typische Anwendungen im Holzbau und bei Bauteilanschlüssen
Im Holzbau kommen Bitumenkleber vor allem dort vor, wo Holzkonstruktionen an Dach- oder Sockelaufbauten angrenzen. Typische Einsatzfelder sind Anschlüsse an Abdichtungen, Verklebungen in Flachdachdetails, Übergänge zu mineralischen Untergründen sowie Befestigungen innerhalb von Schichten, die mit Bitumen kompatibel sein müssen. Auch bei Sanierungen werden sie verwendet, wenn bestehende bituminöse Lagen in einen neuen Aufbau eingebunden werden.
Produktformen und verarbeitungstechnische Unterschiede
Bitumenkleber sind je nach Anwendung als pastöse Masse, für punktuelle oder streifenförmige Verklebung oder für flächige Aufträge erhältlich. Relevant sind unter anderem die vorgesehene Einbausituation, die Verträglichkeit mit dem Untergrund, die Verarbeitungstemperatur und die Art des Auftrags. Bei der Auswahl wird deshalb nicht nur nach Haftung beurteilt, sondern auch danach, ob der Klebstoff für den vorgesehenen Schichtaufbau, die Feuchtebeanspruchung und die Anschlussdetails geeignet ist.
Abgrenzung zu anderen Klebstoffen und Leimen
Bitumenkleber unterscheiden sich klar von Dispersionsleimen, PU-Klebstoffen oder Kondensatharzleimen, die für Holzverbindungen oder werkstofftechnische Verklebungen eingesetzt werden. Gegenüber Montageklebern oder Kontaktklebern sind sie auf bituminöse Anwendungen und abdichtungsnahe Bauteile ausgerichtet. Auch Parkettklebstoffe verfolgen einen anderen Zweck: Sie sind für Bodenbeläge und deren Untergründe ausgelegt, nicht für Abdichtungsanschlüsse oder bituminöse Schichten.