Aufbau und Funktion von Klebebändern
Ein Klebeband besteht in der Regel aus einem Träger und einer Klebstoffschicht. Der Träger bestimmt unter anderem Reissfestigkeit, Dehnbarkeit, Dicke und Anpassungsfähigkeit an Kanten oder Unebenheiten. Die Klebstoffschicht steuert Anfangshaftung, Endhaftung, Ablösbarkeit und Eignung für unterschiedliche Untergründe. Je nach Ausführung dienen Klebebänder der Verbindung, der vorübergehenden Fixierung, dem Oberflächenschutz oder der sauberen Abgrenzung in Bearbeitungsprozessen.
Anwendungen bei Holz, Holzwerkstoffen und Oberflächen
In der Holzbranche werden Klebebänder unter anderem zum Maskieren beim Lackieren, zum Schutz empfindlicher Flächen, zum Fixieren von Teilen während der Bearbeitung sowie für Montage- und Verpackungsaufgaben eingesetzt. Auch beim Verbinden leichter Materialien, beim Befestigen von Abdeckungen oder beim Kennzeichnen von Werkstücken kommen sie vor. Entscheidend ist dabei, ob das Band auf rohem Holz, auf beschichteten Platten, auf lackierten Oberflächen oder auf Materialkombinationen wie Holz und Metall eingesetzt wird.
Ausführungen nach Träger, Klebstoff und Einsatzdauer
Klebebänder unterscheiden sich unter anderem durch Papier-, Folien-, Gewebe-, Schaum- oder andere Trägerarten. Hinzu kommen einseitige und doppelseitige Ausführungen sowie Produkte für kurzfristige oder längerfristige Anwendungen. Für die Auswahl relevant sind Haftverhalten, Scherfestigkeit, Anpassung an den Untergrund, Entfernbarkeit und Beständigkeit gegen Feuchte, Temperatur oder Bearbeitungsmedien. Ob ein Band eher für Schutz, Fixierung oder eine belastbare Verbindung gedacht ist, ergibt sich aus dieser Kombination.
Abgrenzung zu Leimen, Klebefolien und Selbstklebebändern
Klebebänder unterscheiden sich von Leimen und pastösen Klebstoffen durch ihre vorgegebene Form und den Auftrag ohne Verstreichen, Mischen oder Dosieren. Gegenüber Klebefolien und Leimfilmen werden sie streifenförmig statt flächig eingesetzt. Furnierklebepapiere sind auf spezielle Schritte in der Furnierbearbeitung ausgerichtet und daher enger gefasst. Selbstklebebänder werden in manchen Sortimenten separat geführt; dort sind sie als unmittelbar haftende Standardausführungen von allgemeinen oder spezialisierten Klebebandlösungen getrennt.