Funktion von Isolationsplatten im Dach- und Deckenaufbau
Isolationsplatten bilden eine definierte Dämmschicht innerhalb oder oberhalb von Dach- und Deckenkonstruktionen. Sie reduzieren den Wärmedurchgang und können je nach Material auch den Schallschutz, den sommerlichen Hitzeschutz oder den Brandschutz des Aufbaus beeinflussen. In Holzkonstruktionen müssen die Platten so gewählt werden, dass sie zur Tragstruktur, zur Bekleidung und zu den vorgesehenen Schichten des Bauteils passen.
Typische Einbauorte in Neubauten aus Holz
Im Dachbereich werden Isolationsplatten unter anderem auf Sparren, zwischen Traggliedern oder in mehrschichtigen Aufbauten eingesetzt. Bei Decken kommen sie in Geschossdecken, abgehängten Konstruktionen oder zwischen tragenden Holzelementen vor. Welche Anordnung geeignet ist, hängt davon ab, ob der Schwerpunkt auf Wärmeschutz, Trittschall, Luftschall oder einer Kombination mehrerer Anforderungen liegt.
Materialien und Ausprägungen von Isolationsplatten
Isolationsplatten unterscheiden sich nach Rohstoff, Rohdichte, Formstabilität und Feuchteverhalten. Im Holzbau sind beispielsweise Holzfaserplatten verbreitet, daneben kommen je nach Aufbau auch andere Dämmstoffe in Plattenform vor. Relevant sind ausserdem Eigenschaften wie Druckfestigkeit, Kantenprofil, Plattendicke und Eignung für einschalige oder mehrlagige Konstruktionen.
Abgrenzung zu Dampfbremsen, Schalungsbahnen und Deckenelementen
Isolationsplatten übernehmen die Dämmfunktion, ersetzen aber keine luftdichtende oder feuchteregulierende Schicht. Dampfbremsen steuern den Feuchtetransport im Bauteil, Dachschalungsbahnen dienen dem Witterungs- und Unterdachaufbau. Von Deckenelementen und Deckenkonstruktionen unterscheiden sich Isolationsplatten dadurch, dass sie kein tragendes Hauptelement bilden, sondern als funktionale Schicht innerhalb des Gesamtaufbaus eingesetzt werden.