Einbindung von Lichtkuppeln in Dach- und Deckenaufbauten
Eine Lichtkuppel besteht in der Regel aus der lichtdurchlässigen Haube oder Verglasung, einem Aufsatzkranz sowie den Anschlüssen an die Dachabdichtung und den Innenausbau. Im Holzbau ist die Öffnung im Tragwerk früh zu berücksichtigen, damit Lastabtragung, Wechselkonstruktionen und Schichten des Dachaufbaus sauber gelöst werden. Ebenso relevant sind Anschlüsse an Wärmedämmung, Luftdichtheit und innere Bekleidungen im Bereich der Decke oder Dachuntersicht.
Typische Einsatzorte bei Neubauten aus Holz
Lichtkuppeln werden vor allem dort eingesetzt, wo Seitenfenster wenig Licht in die Raummitte bringen. Typische Situationen sind Treppenhäuser, Korridore, innenliegende Zonen unter Flachdächern, Anbauten sowie grössere Dachflächen von Gewerbe- und Landwirtschaftsbauten in Holzbauweise. Bei öffenbaren Varianten kann zusätzlich eine natürliche Lüftung vorgesehen werden, sofern dies zum Nutzungskonzept des Gebäudes passt.
Ausführungen nach Öffnungsart, Form und Material
Unterschieden wird zwischen festen und öffenbaren Lichtkuppeln. Daneben gibt es verschiedene Formen, etwa quadratische, rechteckige oder runde Ausführungen, sowie unterschiedliche Materialien für Hauben und Verglasungen. Die Wahl hängt unter anderem von gewünschtem Lichteinfall, Nutzungsanforderungen, Reinigbarkeit, Anschlussdetails und dem vorgesehenen Dachaufbau ab. Bei einigen Projekten werden Lichtkuppeln mit Beschattung, Lüftungsfunktion oder Rauchabzug kombiniert, sofern die Planung dies vorsieht.
Abgrenzung zu Dachkonstruktionen und Dachschichten
Lichtkuppeln sind keine Dachkonstruktionen im engeren Sinn, sondern Bauteile innerhalb einer Dachöffnung. Sie unterscheiden sich von Dachkonstruktionen, weil sie das Tragwerk nicht ersetzen, sondern in dieses eingebunden werden. Von Dachschalungsbahnen und Dampfbremsen grenzen sie sich dadurch ab, dass diese Schichten der Feuchte- und Luftführung dienen, während die Lichtkuppel den oberen Abschluss der Öffnung bildet. Auch zu Deckenverkleidungen besteht eine klare Trennung: Diese betreffen die raumseitige Oberfläche, nicht das Oberlicht selbst.