Was eine Zimmerei fachlich ausführt
Typische Arbeiten einer Zimmerei betreffen konstruktive Holzbauteile für Gebäude und Nebenbauten. Dazu gehören das Abbinden und Montieren von Dachstühlen, Holzkonstruktionen für Wände und Decken, Unterkonstruktionen, Aufstockungen sowie konstruktive Anschlüsse an bestehende Bauteile. Im Unterschied zu rein materialbezogenen Leistungen steht nicht der Werkstoffhandel im Vordergrund, sondern die Umsetzung von baulichen Konstruktionen aus Holz.
Einsatzbereiche von Neubau bis Umbau
Zimmereileistungen werden bei Neubauten, Anbauten, Umbauten und Sanierungen eingesetzt. Häufige Anwendungsfälle sind Dachaufbauten, zusätzliche Geschosse, Carports, Schuppen, Fassadenkonstruktionen oder innere Tragstrukturen in Holzbauweise. Auch bei energetischen Erneuerungen kommen Zimmereien zum Einsatz, etwa wenn Dämmungen mit einer neuen Unterkonstruktion, einer vorgehängten Fassade oder einem Dachumbau verbunden werden.
Leistungsbereiche innerhalb der Zimmerei
Innerhalb der Zimmerei lassen sich mehrere Ausprägungen unterscheiden. Der klassische Abbund und die Montage von Holzkonstruktionen gehören ebenso dazu wie Elementbau mit vorgefertigten Wand-, Dach- oder Deckenelementen. Weitere Teilbereiche sind Fassaden in Holzbauweise, Dämmarbeiten im Zusammenhang mit der Gebäudehülle, Nebenbauten sowie die konstruktive Umsetzung von An- und Aufbauten. Je nach Betrieb deckt das Angebot einzelne Bereiche oder die Kombination mehrerer Holzbauarbeiten ab.
Abgrenzung zu Schreinerei, Sägerei und Holzwerkstoffen
Die Zimmerei ist innerhalb der Holzbranche dem baulichen Holzhandwerk zuzuordnen. Sie unterscheidet sich von der Schreinerei, die vor allem Innenausbau, Möbel, Türen, Fenster oder präzisere Ausbautenlemente fertigt. Von der Sägerei trennt sie sich durch den Fokus auf Konstruktion und Montage statt auf Einschnitt und Aufbereitung von Rohholz. Gegenüber dem Bereich Holzwerkstoffe steht nicht die Herstellung von Platten oder Verbundmaterialien, sondern deren Einsatz innerhalb eines Bauwerks im Vordergrund.