Was Deckenkonstruktionen im Holzbau umfassen
Unter Deckenkonstruktionen werden die tragenden und aussteifenden Aufbauten einer Decke verstanden. Dazu gehören die konstruktive Anordnung der Tragglieder, die Lastabtragung in Wände oder Stützen, die Ausbildung von Öffnungen sowie der Schichtenaufbau der Decke. Im Holzbau ist die Decke nicht nur Tragelement, sondern oft auch Teil des Raumabschlusses und der Gebäudeaussteifung.
Anforderungen in Neubauten
Bei Neubauten richten sich Deckenkonstruktionen nach Grundriss, Spannweiten, Nutzung und Bauweise des gesamten Gebäudes. Relevant sind unter anderem die Lage der Auflager, Durchbrüche für Treppen oder Haustechnik, die Trennung von Nutzungseinheiten sowie die gewünschte Ober- und Untersicht. Je nach Nutzung müssen auch Schallübertragung, Schwingungen und brandschutztechnische Anforderungen im Aufbau berücksichtigt werden.
Konstruktive Ausprägungen und Aufbauarten
Deckenkonstruktionen können als Balkenlagen, als flächige Elemente oder als konstruktiv gegliederte Systeme ausgeführt werden. Im Holzbau kommen sowohl vor Ort montierte als auch vorgefertigte Lösungen vor. Der konkrete Aufbau kann sichtbare Tragglieder vorsehen oder durch Bekleidungen und Bodenaufbauten verdeckt sein. Zusätzliche Schichten für Schallschutz, Installationen oder Oberflächen werden auf die tragende Konstruktion abgestimmt.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
Deckenkonstruktionen bezeichnen die tragende Gesamtlösung der Decke. Deckenbalken sind einzelne Tragglieder innerhalb dieser Konstruktion, während Deckenelemente vorgefertigte Bauteile für deren Umsetzung sind. Holzdecken beschreiben häufiger die sichtbare Material- oder Gestaltungsform, Deckenverkleidungen hingegen den nichttragenden Ausbau der Unterseite. Gegenüber Dachkonstruktionen liegt der Schwerpunkt bei Deckenkonstruktionen auf der Geschosstrennung und Lastabtragung innerhalb des Gebäudes, nicht auf der äusseren Dachform.