Wie Frequenzumrichter elektrische Antriebe regeln
Ein Frequenzumrichter versorgt einen Motor nicht direkt mit der festen Netzfrequenz, sondern erzeugt eine angepasste Ausgangsfrequenz und Ausgangsspannung. Dadurch lassen sich Anlaufverhalten, Drehzahlverlauf und Bremsvorgänge gezielt beeinflussen. Neben der eigentlichen Drehzahlregelung übernehmen viele Geräte auch Schutzfunktionen für den Antrieb, etwa im Zusammenhang mit Überlast, Fehlerzuständen oder vorgegebenen Grenzwerten.
Einsatz in Pumpen-, Lüftungs- und Förderanlagen
Im Hochbau und in der Infrastruktur finden Frequenzumrichter vor allem in motorisch betriebenen Systemen mit variablem Bedarf Verwendung. Dazu gehören Lüftungsanlagen, Heizungs- und Kälteanlagen, Druckerhöhungen, Wassertechnik, Förderbänder oder Tor- und Antriebssysteme. Sie sind besonders dann sinnvoll, wenn Volumenstrom, Druck, Luftmenge oder Transportgeschwindigkeit nicht konstant gefahren werden sollen.
Ausführungen, Regelverfahren und Einbindung
Frequenzumrichter unterscheiden sich unter anderem in Leistungsbereich, Bauform, Regelverfahren und Anschlussart. Je nach Anwendung kommen einfache Drehzahlvorgaben oder anspruchsvollere Regelungen mit Rückmeldesignalen zum Einsatz. Relevant sind zudem Schnittstellen für Steuerung und Monitoring, Anforderungen an die Montage im Schaltschrank oder dezentral im Feld sowie die Abstimmung mit Motor, Lastprofil und Umgebungsbedingungen.
Abgrenzung zu anderen Komponenten in der Gebäudesystemtechnik
Innerhalb der elektrischen Gebäudesystemtechnik sind Frequenzumrichter klar von Messinstrumenten, Energiezählern oder elektronischen Zählgeräten zu trennen, da sie nicht primär messen oder erfassen, sondern Antriebe regeln. Gegenüber BUS-Installationen oder Hausleittechniken arbeiten sie auf der Ebene des einzelnen Antriebs und dessen Betriebsverhalten. Von allgemeinen elektronischen Schalt- und Steuergeräten unterscheiden sie sich durch ihre spezifische Aufgabe, Wechselstrommotoren über eine veränderbare Frequenz und Spannung zu betreiben.