Was mit Durchgangs- und Spannungsprüfgeräten geprüft wird
Durchgangsprüfgeräte prüfen, ob zwischen zwei Punkten eine leitende Verbindung besteht. Damit lassen sich unter anderem Leitungswege, Schalterstellungen, Klemmenverbindungen oder Unterbrüche kontrollieren. Spannungsprüfgeräte zeigen an, ob an einem Punkt oder zwischen Leitern elektrische Spannung vorhanden ist. Beide Gerätetypen werden verwendet, um den Zustand einer Installation vor weiteren Arbeiten oder bei einer Störung einzuordnen.
Typische Einsätze in Verteilanlagen und Elektroinstallationen
Im Umfeld von Hauptverteilungen, Unterverteilungen und Starkstrominstallationen kommen diese Prüfgeräte bei Montage, Erweiterung, Service und Instandsetzung zum Einsatz. Typische Anwendungen sind das Prüfen neu verlegter Stromkreise, das Kontrollieren von Klemmstellen, das Feststellen spannungsfreier Zustände sowie das Eingrenzen von Verdrahtungsfehlern. Auch bei Umbauten oder beim Austausch einzelner Komponenten helfen sie, bestehende Strompfade und Spannungsverhältnisse vor dem Wiedereinschalten zu überprüfen.
Gerätearten und technische Ausprägungen
Der Leistungsbereich umfasst einfache Durchgangsprüfer für Basisprüfungen ebenso wie Spannungsprüfgeräte mit Anzeige für unterschiedliche Spannungsbereiche. Je nach Einsatz gibt es kontaktierende Ausführungen mit Prüfspitzen oder Geräte für berührungslose Spannungsanzeige. Für die Auswahl relevant sind unter anderem der vorgesehene Anwendungsbereich, die Art der Installation, die Ablesbarkeit vor Ort und die Eignung für Arbeiten in Verteilungen oder an angeschlossenen Geräten. In kombinierten Geräten können Durchgangs- und Spannungsprüfung zusammengefasst sein.
Abgrenzung zu Messinstrumenten und fest installierten Geräten
Durchgangsprüfgeräte und Spannungsprüfgeräte gehören innerhalb der Gebäudesystemtechnik zu den allgemeinen Prüfmitteln für Installation und Service. Sie unterscheiden sich von Messinstrumenten dadurch, dass sie in erster Linie das Vorhandensein einer Verbindung oder Spannung verifizieren und nicht zwingend umfassende Messfunktionen bereitstellen. Gegenüber Energiezählern, Stromzählern oder elektronischen Zählgeräten erfassen sie keine laufenden Verbrauchs- oder Betriebsdaten. Sie ergänzen damit die übrigen Komponenten der Verteil- und Installationstechnik, ohne selbst Teil der festen Anlage zu sein.