Leistungsumfang im Hochbau
Zum Hochbau gehören Arbeiten vom Tragwerk und der Gebäudehülle bis zu den nutzungsbezogenen Innenbereichen eines Bauwerks. Er umfasst je nach Projekt den Rohbau, den Ausbau, technische Gebäudeinstallationen, bauliche Anpassungen im Bestand sowie die Koordination verschiedener Gewerke. Der genaue Umfang richtet sich nach Gebäudetyp, Nutzung, Bauweise und Projektphase.
Typische Bauaufgaben und Projektformen
Im Hochbau werden Neubauten, Anbauten, Aufstockungen, Umbauten, Sanierungen und Ersatzneubauten umgesetzt. Typische Einsatzbereiche sind Wohnungsbau, Verwaltungs- und Bildungsbauten, Produktionsgebäude, Verkaufsflächen, Lagergebäude und gemischt genutzte Objekte. Auch Umnutzungen im Bestand, etwa von Gewerbe- zu Wohnflächen oder innerhalb bestehender Gebäudestrukturen, fallen in diesen Bereich.
Teilbereiche und gewerkeübergreifende Schnittstellen
Der Hochbau gliedert sich in mehrere fachliche Teilbereiche. Dazu zählen unter anderem Ausbau, Bauhilfsmittel, Elektronik und Gebäudesystemtechnik, erneuerbare Energien, Fördertechnik und Lagertechnik, Klima und Lüftung sowie Sanitäranlagen. Diese Leistungen greifen im Gebäude direkt ineinander: Der Ausbau betrifft etwa Oberflächen, Innenwände und Einbauten, während die technische Gebäudeausrüstung die Versorgung, Steuerung und Nutzung des Gebäudes sicherstellt.
Abgrenzung zu Tiefbau und angrenzenden Bauleistungen
Hochbau betrifft Bauwerke mit gebäudebezogener Nutzung über Terrain, während der Tiefbau auf Infrastrukturen, Erschliessung, Leitungsbau, Verkehrswege und Bauwerke im oder unter dem Boden ausgerichtet ist. Berührungspunkte bestehen bei Baugruben, Fundationen, Werkleitungen oder Umgebungsgestaltung. Sobald das Gebäude als nutzbarer Baukörper mit Hülle, Räumen und Gebäudetechnik im Zentrum steht, handelt es sich fachlich um Hochbau.