Was Energiezähler in elektrischen Anlagen messen
Energiezähler messen die über einen Stromkreis bezogene oder abgegebene elektrische Energie über die Zeit. Im Vordergrund steht meist die Erfassung von Wirkarbeit in kWh; je nach Gerät können auch weitere Messgrössen wie Leistung, Strom, Spannung oder Blindenergie erfasst werden. Damit unterscheiden sie sich von reinen Momentanmessgeräten, die nur aktuelle Werte anzeigen.
Typische Einsatzorte in Haupt- und Unterverteilungen
Energiezähler werden in Verteilungen eingesetzt, wenn Verbräuche einzelnen Mietflächen, Anlagenteilen, Verbrauchsgruppen oder technischen Einrichtungen zugeordnet werden sollen. Typische Anwendungen sind Teilmessungen in Unterverteilungen, die Erfassung einzelner Verbrauchergruppen oder die Zuordnung von Energiebezug innerhalb eines Gebäudes. Auch bei Erweiterungen bestehender Verteilungen werden sie zur nachträglichen Verbrauchstransparenz verwendet.
Ausführungen nach Messprinzip und Einbauart
Je nach Stromstärke und Aufbau der Anlage kommen direkt messende oder über Messwandler angebundene Energiezähler zum Einsatz. Verbreitet sind einphasige und dreiphasige Ausführungen sowie Geräte für Hutschienenmontage oder den Einbau in Zählerfelder und Schaltschränke. Zusätzlich gibt es Varianten mit Impulsausgang oder Kommunikationsschnittstellen für die Weitergabe von Messdaten an übergeordnete Systeme.
Abgrenzung zu Stromzählern und anderen Geräteklassen
Im technischen Sprachgebrauch werden Energiezähler und Stromzähler oft ähnlich verwendet. In dieser Hierarchie bezeichnet Energiezähler die Funktion der Verbrauchserfassung innerhalb von Verteil- und Gebäudesystemen, während Stromzähler stärker auf das eigentliche Zählerwesen und den klassischen Messpunkt bezogen ist. Von Betriebsstundenzählern unterscheiden sich Energiezähler dadurch, dass sie nicht Laufzeit, sondern Energieverbrauch erfassen; von Messinstrumenten dadurch, dass sie Verbrauchswerte fortlaufend aufsummieren.