Funktion von Seilen in Förderanlagen
Technische Seile übernehmen dort Aufgaben, wo bewegliche, biegsame und leicht zu führende Verbindungselemente benötigt werden. Sie können zum Ziehen, Spannen, Sichern, Abhängen oder Führen verwendet werden und kommen häufig in Bereichen zum Einsatz, in denen starre Bauteile unpraktisch wären. Für die Auswahl relevant sind unter anderem Zugbeanspruchung, Dehnung, Abriebverhalten, Oberflächenbeschaffenheit, Feuchtigkeit und der Kontakt mit Medien oder Kanten.
Typische Anwendungen in Intralogistik und Lagertechnik
Im logistischen Umfeld werden Seile unter anderem für Hilfszüge, Spannaufgaben, Abdeckungen, bewegliche Klappen, Sicherungselemente oder einfache Führungsfunktionen eingesetzt. Auch bei Wartungseinrichtungen, mobilen Betriebsmitteln und nicht angetriebenen Nebenmechanismen kommen sie als Zubehör vor. Je nach Anlage steht entweder eine hohe Flexibilität, ein geringes Gewicht oder ein gut handhabbares Verhalten im Vordergrund.
Materialien und Ausführungen
Seile sind in unterschiedlichen Werkstoffen und Konstruktionen erhältlich, etwa als gedrehte oder geflochtene Ausführung sowie mit glatter oder schützender Ummantelung. Je nach Einsatzzweck können dehnungsarme, besonders flexible, feuchtigkeitsunempfindliche oder abriebfest ausgelegte Varianten sinnvoll sein. Ebenso unterscheiden sich konfektionierte Seile durch Endverbindungen, Schlaufen, Kauschen oder andere Anschlussformen.
Abgrenzung zu Drahtseilen, Seilzügen und Ketten
Innerhalb der Hierarchie unter Zubehör bezeichnet Seile allgemeine flexible Seilelemente für technische Neben- und Hilfsfunktionen. Davon zu unterscheiden sind Drahtseile, die als eigene Leistung geführt werden und für höhere mechanische Anforderungen oder andere Einsatzprofile ausgelegt sein können. Ebenfalls getrennt sind Seilzüge als komplette Systeme mit Betätigungs- oder Übertragungsfunktion sowie Ketten, Lastketten oder Förderketten, die andere konstruktive und betriebliche Eigenschaften haben.