Funktion in kettengetriebenen Fördersystemen
Bei Förderanlagen mit Kettenantrieb übernimmt der Kettenspanner die Aufgabe, Spiel zu begrenzen und die Kette über den vorgesehenen Arbeitsbereich hinweg funktionsgerecht zu führen. Er gleicht Kettenlängung durch Verschleiss, Einlauftoleranzen und teils auch temperaturbedingte Änderungen aus. Dadurch bleibt die Kette näher an der vorgesehenen Eingriffslage zu Kettenrad und Führung, was unruhigen Lauf, Springen oder erhöhten Abrieb reduzieren kann.
Typische Einsatzbereiche in der Intralogistik
Kettenspanner werden in Fördereinrichtungen eingesetzt, die Lasten über Kettenstränge transportieren oder deren Antrieb über Ketten erfolgt. Dazu zählen je nach Anlagentyp unter anderem Kettenförderer, mehrsträngige Transportstrecken, Plattenbandanlagen oder Sonderförderer im Materialfluss. Relevant sind sie besonders bei langen Kettenwegen, wechselnden Lastzuständen, richtungsgebundenem Lauf und Anlagen, bei denen Stillstände durch Nachspannen möglichst planbar bleiben sollen.
Ausführungen und konstruktive Unterschiede
Verbreitet sind manuell nachstellbare Kettenspanner mit Schraub- oder Verstellelementen sowie federunterstützte oder anderweitig selbstnachstellende Ausführungen. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Kettentyp, Einbaulage, verfügbarem Bauraum, Zugkräften und Wartungskonzept der Förderanlage. Konstruktiv unterscheiden sich Kettenspanner zudem darin, ob sie direkt auf die Kette, auf Umlenk- oder Spannachsen oder auf den Lagerpunkt eines Baugruppenträgers wirken.
Abgrenzung innerhalb des Zubehörs für Förderanlagen
In der Hierarchie der Fördertechnik gehören Kettenspanner zum Zubehör, nicht zu den eigentlichen Fördermitteln. Sie unterscheiden sich von Förderketten, weil sie die Kette nicht transportieren, sondern deren Spannzustand beeinflussen. Von Kettenführungen grenzen sie sich durch ihre Funktion ab: Führungen lenken und stützen die Kette, Kettenspanner stellen die Spannung ein oder halten sie nach. Gegenüber allgemeinen Spannelementen sind Kettenspanner auf die Anforderungen kettengetriebener Fördereinrichtungen ausgelegt.