Was unter Zubehör für Förderanlagen fällt
Zubehör umfasst sowohl direkt förderrelevante Komponenten als auch ergänzende Elemente für Einbau, Spannung, Dämpfung, Abdichtung oder Kraftübertragung. Dazu zählen beispielsweise Fördergurten, Förderketten, Tragrollen, Trommelmotoren, Kettenräder, Keilriemen, Zahnräder, Kupplungen, Lager, Seile, Bremsen, Gummipuffer oder Kabelverschraubungen. Je nach Systemart handelt es sich um Verschleissteile, austauschbare Funktionseinheiten oder konstruktive Ergänzungen. Die Zuordnung als Zubehör ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Komponente unabhängig von einer kompletten Anlage beschafft, ersetzt oder ausgelegt wird.
Wann Zubehör in der Intralogistik benötigt wird
Zubehör wird im Neubau, bei Erweiterungen und im laufenden Betrieb eingesetzt. Typische Anlässe sind der Austausch verschlissener Fördermittel, die Anpassung an geänderte Transportgüter, die Nachrüstung von Reinigungs- oder Wiegeeinrichtungen oder der Ersatz von Antriebs- und Lagerkomponenten. In Stückgutstrecken betreffen Zubehörteile häufig Rollen, Bänder, Ketten, Lager und Antriebe. In Schüttgut- und Siloanwendungen kommen zusätzlich Baugruppen wie Zellenradschleusen, Rohre, Rohrweichen oder Siloaustraggeräte hinzu.
Typische Zubehörgruppen von Antrieb bis Verschleissteil
Ein wesentlicher Teil des Zubehörs lässt sich funktional gliedern. Zur Antriebstechnik gehören Motoren, Trommelmotoren, Getriebe, Spezialgetriebe, Kupplungen, Bremsen, Keilriemen und Zahnriemen. Fördermittel und tragende Elemente sind unter anderem Förderbänder, Kunststoffmodulbänder, Montageketten, Transportketten, Förderrollen und Tragrollen. Für Führung und Lagerung werden etwa Kettenführungen, Flanschlager, Stehlager, Kugellager, Wälzlager, Gleitlager und Gelenklager eingesetzt. Ergänzende Baugruppen wie Bandreinigungssysteme, Förderbandwaagen, Drucklufteinrichtungen, Dichtungen, Federn oder Hydraulikpuffer erfüllen zusätzliche betriebliche oder konstruktive Aufgaben. Die Auswahl richtet sich nach Fördergut, Last, Geschwindigkeit, Einbauraum, Umgebungsbedingungen und Schnittstellen zur bestehenden Anlage.
Abgrenzung zu Bandförderern, Rollenbahnen und anderen Anlagen
Innerhalb der Hierarchie gehört Zubehör zur Elternleistung Förderanlagen und Fördersysteme, beschreibt aber keine eigenständige Fördertechnik. Geschwisterleistungen wie Bandförderer, Rollenbahnen, Kettenförderer, pneumatische Förderer oder Aufzüge und Etagenförderer stehen für komplette Anlagen oder klar definierte Fördersysteme. Zubehör dagegen ist systemübergreifend und kann in mehreren Anlagentypen eingesetzt werden. Ein Förderband als Zubehör meint beispielsweise das Bandmaterial oder das austauschbare Fördermittel, während ein Bandförderer die vollständige Anlage mit Rahmen, Umlenkung, Antrieb und Einbindung in den Materialfluss bezeichnet.