Wie Vakuumspanngeräte Werkstücke halten
Ein Vakuumspanngerät erzeugt zwischen Werkstück und Spannfläche einen Unterdruck. Über Dichtungen, Sauger oder Spannflächen wird das Werkstück gegen die Auflage gezogen und in Position gehalten. Im Unterschied zu mechanischen Spannern bleibt die Oberseite oft frei zugänglich, was Fräs-, Bohr- oder Schleifbearbeitungen erleichtert. Voraussetzung ist eine geeignete Auflage- und Dichtfläche; bei Leckagen sinkt die Haltewirkung.
Typische Anwendungen in der Holzbearbeitung
Vakuumspanntechnik wird vor allem bei CNC-Bearbeitungen, beim Bearbeiten von Plattenwerkstoffen sowie bei Werkstücken mit empfindlichen Sichtflächen eingesetzt. Sie eignet sich für Arbeitsschritte, bei denen seitliche Spannmittel stören würden oder häufig umgerüstet werden muss. Auch bei bereits zugeschnittenen Teilen kann ein Vakuumspanngerät sinnvoll sein, sofern Form, Grösse und Material eine stabile Abdichtung zulassen. Bei sehr kleinen, stark durchbrochenen oder luftdurchlässigen Werkstücken ist die Eignung im Einzelfall zu prüfen.
Bauformen und Ausprägungen von Vakuumspanngeräten
Zu den üblichen Ausprägungen gehören flächige Spannplatten, einzelne Vakuumsauger oder podbasierte Spannlösungen für definierte Auflagepunkte. Je nach Anwendung kommen starre oder anpassbare Auflagen, verschiedene Dichtkonzepte und werkstückbezogene Vorrichtungen zum Einsatz. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Werkstückabmessungen, Kontur, Bearbeitungskräften und der geforderten Zugänglichkeit. Für Serienbearbeitung und Einzelteile werden oft unterschiedliche Spannkonzepte verwendet.
Abgrenzung zu Vakuumsystemen und Vakuumpumpen
Vakuumspanngeräte sind die werkstücknahen Komponenten zum Halten und Positionieren. Vakuumanlagen und Vakuumsysteme bilden dagegen die übergeordnete Infrastruktur zur Erzeugung, Verteilung und Steuerung des Unterdrucks. Vakuumpumpen sind wiederum nur die Quelle für den erforderlichen Unterdruck. Innerhalb der Hierarchie gehören Vakuumspanngeräte damit zur Anwendungsebene der Vakuumsysteme und nicht zur eigentlichen Erzeugungs- oder Versorgungsseite.