Stallneubauten im zimmermannsmässigen Holzbau
Ein Stallneubau in Holzbauweise umfasst Tragwerk, Gebäudehülle und die bauliche Gliederung der Nutzungszonen. Je nach Nutzung werden Liegeflächen, Laufgänge, Futterbereiche, Abschrankungen sowie Öffnungen für Belichtung und Luftführung in die Konstruktion eingebunden. Im Holzbau stehen dabei Spannweiten, Witterungsschutz, Feuchtebeanspruchung und die Alltagstauglichkeit der Bauteile im Vordergrund.
Anforderungen aus Tierhaltung und Betriebsablauf
Ställe werden nach Tierart, Belegungsdichte und Arbeitsorganisation unterschiedlich aufgebaut. Relevante Punkte sind etwa die Anordnung von Fressplätzen, Erschliessung für Maschinen, Trennung von Tiergruppen, Lager- oder Technikbereichen sowie ein sinnvoller Materialfluss im Betrieb. Auch Gelände, Zufahrt, Ausrichtung und Witterungseinflüsse beeinflussen die Gebäudeform und die offene oder geschlossene Ausführung einzelner Bereiche.
Bauformen und funktionale Bereiche von Ställen
Stallneubauten können als offenere oder stärker geschlossene Bauten ausgeführt werden, mit unterschiedlich gegliederten Tier- und Nebenbereichen. Möglich sind unter anderem Gebäude mit integrierten Futterachsen, Ausläufen, Lagerzonen oder separaten Bereichen für Jungtiere, Technik oder Pflege. Konstruktiv unterscheiden sich Ställe zudem bei Dachform, Stützenraster, Wandaufbau und der Ausbildung von Toren, Innenabtrennungen und Witterungsschutz.
Abgrenzung zu Hallen, Tragwerken und anderen Neubauten
Innerhalb der Neubauten unterscheidet sich die Leistung Ställe von Hallen durch die konsequente Ausrichtung auf Tierhaltung statt auf reine Lager- oder Nutzfläche. Von Tragwerken, Dächern und Decken oder Tore und Türen grenzt sich die Leistung dadurch ab, dass nicht nur einzelne Bauteile, sondern das gesamte Stallgebäude mit seiner Nutzung betrachtet wird. Balkone, Terrassen oder Garagen sind andere Neubauarten und folgen anderen funktionalen und konstruktiven Anforderungen.