Funktion und Eigenschaften von Dämmplatten
Bei Dämmplatten steht die isolierende Wirkung im Vordergrund. Entscheidend sind je nach Anwendung etwa Wärmedämmung, Schallminderung, Trittschallverhalten, Feuchteverhalten oder eine Kombination dieser Anforderungen. Im Unterschied zu klassischen Holzwerkstoffplatten für Beplankung oder Konstruktion werden Dämmplatten nach ihrer Eignung für den jeweiligen Bauteilaufbau ausgewählt. Relevante Merkmale sind unter anderem Dicke, Dichte, Druckfestigkeit, Format, Kantenprofil und die Verträglichkeit mit angrenzenden Schichten.
Typische Anwendungen in Bau- und Ausbaukonstruktionen
Dämmplatten kommen in Dach-, Wand-, Decken- und Bodenaufbauten vor. Im Holzbau werden sie etwa als Lage in Aussenwänden, im Steildach, in Fassadenkonstruktionen oder unter Bodenaufbauten eingesetzt. Je nach Aufbau übernehmen sie eine rein dämmende Funktion oder ergänzen weitere bauphysikalische Anforderungen innerhalb des Schichtsystems. Welche Platte geeignet ist, hängt vom Einbauort, von der Beanspruchung und vom gewünschten Funktionsziel ab.
Ausprägungen nach Dämmziel und Aufbau
Dämmplatten unterscheiden sich nach ihrem Einsatzschwerpunkt. Es gibt Produkte mit Fokus auf Wärmedämmung, auf Schallschutz oder auf Trittschallminderung. Weitere Unterschiede betreffen die Steifigkeit, die Oberflächenbeschaffenheit, die Formstabilität und die Eignung für trockene oder stärker beanspruchte Einbausituationen. Auch einlagige und mehrlagige Aufbauten sind möglich, sofern das jeweilige Produkt dafür ausgelegt ist.
Abgrenzung zu anderen Plattenwerkstoffen
Innerhalb der Holzwerkstoffe gehören Dämmplatten zu den Funktionsmaterialien. Sie sind nicht mit Dachplatten gleichzusetzen, die sich auf einen bestimmten Bauteilbereich beziehen und andere Aufgaben im Dachaufbau erfüllen können. Gegenüber Hartfaserplatten, Möbelspanplatten oder Multiplexplatten liegt der Unterschied in der primären Funktion: Dämmplatten dienen der bauphysikalischen Wirkung, nicht der sichtbaren Bekleidung, dem Möbelbau oder der konstruktiven Formstabilität. Verbundplatten oder mineralisch gebundene Holzwerkstoffe können zwar ebenfalls funktionale Eigenschaften haben, sind aber nicht automatisch als Dämmplatten einzuordnen.