Funktion von Sonnerietrafos in Signalkreisen
Ein Sonnerietrafo stellt die Spannung bereit, die für Taster, Läutwerke, Gongs oder vergleichbare Signalgeber benötigt wird. Er verbindet die Netzseite mit einem separaten Niederspannungskreis und ist damit auf die Versorgung kleiner Signalverbraucher ausgelegt. In klassischen Installationen arbeitet der Transformator als eigenständiges Bauteil im Verteiler oder in der Nähe der zugehörigen Anlage.
Typische Anwendungen im Gebäude
Verwendet werden Sonnerietrafos vor allem bei Haustürklingeln, Etagenrufen, Nebeneingängen und einfachen Rufanlagen in Wohn- und Zweckbauten. Sie kommen auch dort vor, wo ein Gong, ein mechanisches Läutwerk oder ein einfaches Türsignal separat versorgt wird. Bei älteren oder konventionell aufgebauten Türsprechanlagen kann der Sonnerietrafo ebenfalls Teil der Spannungsversorgung sein, sofern das System nicht mit einem eigenen Netzgerät arbeitet.
Bauformen und technische Auswahl
Unterschieden wird vor allem nach Einbauart, Ausgangsspannung und verfügbarer Leistung. Im Gebäudebereich sind Reiheneinbaugeräte für den Verteiler ebenso anzutreffen wie kompakte Einzelgeräte für bestimmte Nachrüstungen oder Ersatzfälle. Für die Auswahl sind die Anforderungen der angeschlossenen Signalgeber entscheidend, etwa ob ein Gong, ein Läutwerk oder ein bestimmtes Sprechsystem versorgt werden soll und welche Last im Betrieb anfällt.
Abgrenzung zu Sonnerieanlagen und anderen Meldesystemen
Eine Sonnerieanlage umfasst die gesamte Signalfunktion mit Tastern, Leitungen und Signalgebern; der Sonnerietrafo ist darin nur die Spannungsversorgung. Gegenüber Türsprechanlagen, Video-Türsprechanlagen oder Zutrittskontrollanlagen ist er kein eigenständiges Kommunikations- oder Zutrittssystem. Von Alarmanlagen, Brandmeldern oder Evakuationsanlagen unterscheidet sich die Leistung zudem klar, weil Sonnerietrafos für einfache Ruf- und Klingelsignale eingesetzt werden und nicht für sicherheitsgerichtete Alarm- oder Warnfunktionen.