Was unter Schwachstromanlagen im Hochbau fällt
Unter Schwachstromanlagen werden Anlagen zusammengefasst, die Signale erfassen, übertragen, auswerten oder ausgeben. Dazu gehören beispielsweise Meldeanlagen, Signalanlagen, Netzwerke, elektroakustische Systeme, Uhrenanlagen oder Fernmess- und Steueranlagen. Der Schwerpunkt liegt auf Informations- und Steuerfunktionen innerhalb eines Gebäudes oder zwischen Gebäudeteilen.
Typische Einsatzbereiche in Gebäuden
Schwachstromanlagen werden in Wohn-, Verwaltungs-, Bildungs-, Gesundheits- und Gewerbebauten eingesetzt. Sie decken Funktionen wie Brand- und Gefahrenmeldung, interne Kommunikation, Beschallung, Datenübertragung, Zeitsynchronisation oder technische Überwachung ab. Je nach Gebäudetyp werden einzelne Systeme isoliert betrieben oder mit anderen gebäudetechnischen Anlagen abgestimmt.
Teilbereiche von Melde-, Kommunikations- und Steuertechnik
Zu den häufigen Ausprägungen zählen Alarmanlagen und Feuermeldeanlagen, Gasalarmanlagen, Melde- und Signalanlagen, Netzwerke, elektroakustische Anlagen, Personensuchanlagen sowie Fernseh-, Funk- und Radioanlagen. Ebenfalls darunter fallen Fernmessanlagen und Steueranlagen sowie bestimmte Gewerke der Gebäudesystemtechnik. Welche Systeme erforderlich sind, hängt von Nutzung, Schutzbedarf, Betriebsabläufen und vorhandener Infrastruktur ab.
Abgrenzung zu Starkstrom, Beleuchtung und Telefonie
Innerhalb der Elektronik und Gebäudesystemtechnik sind Schwachstromanlagen von Hauptverteilanlagen, Starkstrom und Unterverteilanlagen klar zu unterscheiden, da diese der elektrischen Energieversorgung dienen. Auch Beleuchtungen bilden eine eigene Leistung mit Fokus auf Lichttechnik und Stromkreisen. Telefonanlagen sind in dieser Hierarchie separat geführt, obwohl es in der Praxis technische Berührungspunkte mit anderen Kommunikationssystemen geben kann. Verteilnetze betreffen die übergeordnete Leitungs- und Verteilinfrastruktur und sind nicht mit einzelnen schwachstrombasierten Endsystemen gleichzusetzen.