Steuerungsfunktionen in intralogistischen Anlagen
Eine Steuerung bildet die logische Ebene zwischen Eingaben, Prozessregeln und Aktoren. Sie startet, stoppt, verriegelt, priorisiert und synchronisiert Bewegungen und Materialflüsse, damit einzelne Anlagenteile zusammenarbeiten. Dazu gehören Sequenzabläufe, Freigaben, Störverhalten, Rückmeldungen und die Übergabe von Zuständen an andere Systeme.
Einsatzbereiche entlang von Lager- und Materialflüssen
Steuerungen werden in Förderstrecken, Hebe- und Senkeinrichtungen, Verteilern, Übergabestationen, automatischen Lagern und Kommissionierbereichen eingesetzt. Sie regeln beispielsweise den Transport einzelner Behälter oder Paletten, die richtige Ansteuerung von Antrieben sowie die Reaktion auf Belegung, Blockaden oder Störungen. Auch bei verketteten Anlagen mit mehreren Zonen oder Linien steuern sie die Abläufe zwischen den Stationen.
Architektur, Signalverarbeitung und technische Ausprägungen
Steuerungen können lokal an einer Maschine, dezentral über mehrere Anlagenteile oder auf mehreren Ebenen mit übergeordneten Funktionen aufgebaut sein. Sie verarbeiten digitale und analoge Signale, binden Sensoren und Aktoren ein und berücksichtigen definierte Betriebszustände wie Automatik, Handbetrieb oder Störung. Die technische Umsetzung reicht von einfachen Steuerlogiken bis zu softwaregestützten Systemen; konkrete Realisierungen können etwa SPS/PLC oder Mikrocomputersteuerungen sein.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen im selben Bereich
Die Leistung Steuerungen ist von der Kommunikations- und von der Beobachtungsebene zu unterscheiden. BUS-Systeme, Interfaces, AS-Interface, LAN oder Datenfunksysteme dienen primär der Übertragung und Kopplung von Signalen und Daten, während Monitorsysteme für die Überwachung Zustände sichtbar machen. SPS/PLC und Positioniersteuerungen sind spezifischere Formen oder Teilbereiche der Steuerungstechnik; die übergeordnete Leistung Steuerungen umfasst dagegen die allgemeine Auslegung und Umsetzung der Steuerungsfunktion in intralogistischen Prozessen.