Was unter elektrischen Signalleitungen zu verstehen ist
Elektrische Signalleitungen sind Leitungen für die Übertragung elektrischer Signale zwischen Feldgeräten und übergeordneten Steuerungskomponenten. In der Intralogistik betrifft das unter anderem Endschalter, Näherungssensoren, Lichtschranken, Taster, Meldekontakte und einzelne Aktoren mit diskreten oder analogen Signalen. Je nach Anwendung werden Schaltimpulse, Zustandsmeldungen oder einfache Messsignale übertragen. Die Auslegung richtet sich nach Signalart, Störeinflüssen, Verlegeart und den angeschlossenen Komponenten.
Typische Einsatzorte in Lager- und Förderanlagen
Elektrische Signalleitungen finden sich in Regalbediengeräten, Förderstrecken, Sortieranlagen, Hebe- und Positioniersystemen sowie an Toren, Übergabestationen und Sicherheitseinrichtungen. Sie verbinden etwa Sensorik zur Objekterkennung mit der SPS oder führen Rückmeldungen von Antrieben und Schaltelementen zur Steuerung. Auch bei dezentral aufgebauten Anlagen bleiben einzelne Signalleitungen relevant, wenn Geräte punktuell angebunden oder einfache Signalpfade ohne komplexe Kommunikationsstruktur benötigt werden. Besonders in bewegten oder langen Anlagenabschnitten muss die Leitungsführung auf mechanische Beanspruchung und elektromagnetische Einflüsse abgestimmt sein.
Ausführungen nach Signalart, Umgebung und Verlegung
Elektrische Signalleitungen unterscheiden sich unter anderem nach Aderzahl, Schirmung, Flexibilität, mechanischer Belastbarkeit und Eignung für feste oder bewegte Verlegung. Für störanfällige Umgebungen kommen geschirmte Ausführungen in Frage, während bei bewegten Achsen oder Schleppketten biegebeanspruchbare Leitungen erforderlich sein können. Je nach Signal können einfache Steuerleitungen, mehradrige Signalleitungen oder Leitungen für analoge Messwertübertragung eingesetzt werden. In Lager- und Förderumgebungen spielen zudem Temperatur, Feuchtigkeit, Abrieb, Ölbelastung und die Trennung von Energie- und Signalleitungen eine Rolle.
Abgrenzung zu BUS-Systemen, LAN und Funklösungen
Elektrische Signalleitungen sind von BUS-Systemen und LAN-Strukturen abzugrenzen. Während Bussysteme mehrere Teilnehmer über ein gemeinsames Kommunikationssystem anbinden und LAN-Lösungen auf netzwerkbasierte Datenkommunikation ausgerichtet sind, übertragen Signalleitungen häufig einzelne diskrete oder analoge Signale direkt zwischen zwei Punkten. Gegenüber Datenfunksystemen, Funkfernsteuerungen oder Infrarotdatenübertragung handelt es sich um eine physisch geführte Verbindung ohne Funkstrecke. Lichtschranken oder Befehlsgeräte sind dabei keine Leitungsart, sondern typische Feldkomponenten, die über elektrische Signalleitungen an Steuerungen oder Interfaces angeschlossen werden.