Was Codiereinrichtungen in der Intralogistik leisten
Unter Codiereinrichtungen werden technische Einrichtungen zusammengefasst, die Informationen in eine codierte, maschinell verarbeitbare Form bringen oder solche Codes auslesen und weitergeben. Je nach Ausführung können sie Signale aus Bewegungen, Schaltstellungen, Identifikationsmerkmalen oder Prozesszuständen ableiten. Die erzeugten oder erfassten Codes werden anschliessend von Steuerungen, Auswerteeinheiten oder Überwachungssystemen verarbeitet, um logistische Abläufe eindeutig und reproduzierbar abzubilden.
Typische Anwendungen an Förder- und Lageranlagen
In Förderanlagen werden Codiereinrichtungen verwendet, um Transporteinheiten zuzuordnen, Weichenstellungen auszulösen oder definierte Prozessschritte freizugeben. In Lager- und Kommissioniersystemen unterstützen sie die Zuordnung von Stellplätzen, Behältern, Ladungsträgern oder Fahrbewegungen. Auch an Übergabestellen zwischen Maschinen, Förderstrecken und Lagerbereichen kommen sie zum Einsatz, wenn Informationen ohne Interpretationsspielraum an eine Steuerung übermittelt werden müssen.
Ausführungen nach Signalquelle und Integrationsart
Codiereinrichtungen können mechanisch, elektrisch, elektronisch oder optisch arbeiten. Die konkrete Ausführung richtet sich danach, ob beispielsweise Schaltstellungen codiert, Bewegungen erfasst, Identitäten gelesen oder Prozesszustände an eine Steuerung übergeben werden sollen. Unterschiede bestehen zudem in der Einbindung in bestehende Anlagen: möglich sind direkt verdrahtete Lösungen, integrierte Module in Maschinenkomponenten oder Anbindungen an übergeordnete Automationssysteme.
Abgrenzung zu BUS-Systemen, Lichtschranken und Steuerungen
Codiereinrichtungen sind nicht mit der eigentlichen Steuerung gleichzusetzen. Während SPS/PLC, Mikrocomputersteuerungen oder andere Steuerungen die Logik und Ablaufverarbeitung übernehmen, liefern Codiereinrichtungen die codierte Information als Eingangsgrösse oder Rückmeldung. Gegenüber BUS-Systemen, Interfaces oder LAN liegt der Schwerpunkt nicht auf dem Übertragungsnetz, sondern auf der Erzeugung oder Erfassung des Codes. Von Lichtschranken unterscheiden sie sich dadurch, dass nicht nur eine Anwesenheit oder Unterbrechung erkannt wird, sondern eine definierte Codierung für weitere Prozessschritte bereitgestellt werden kann.