Was Simulatoren in der Intralogistik abbilden
Im Umfeld von Datenübertragung, Steuerung und Überwachung simulieren diese Systeme das Verhalten von Anlagenteilen, Materialflüssen und Kommunikationsbeziehungen. Abgebildet werden je nach Zweck etwa Sensorzustände, Aktorreaktionen, Fahrbewegungen, Förderstrecken, Lagerplätze oder Telegramme zwischen Steuerungskomponenten. Dadurch lassen sich Soll- und Fehlersituationen gezielt nachstellen, ohne den laufenden Betrieb direkt zu beeinflussen.
Typische Einsatzsituationen in Lager- und Materialflusssystemen
Simulatoren werden bei der Vorbereitung von Inbetriebnahmen, bei Änderungen an Steuerungssoftware und bei der Analyse komplexer Störungen eingesetzt. Sie sind auch sinnvoll, wenn Materialflusslogiken, Prioritätsregeln oder Schnittstellen zu übergeordneten Systemen geprüft werden sollen. In Schulungsumgebungen lassen sich Bedien- und Ausnahmefälle trainieren, ohne reale Anlagenzustände auszulösen.
Ausprägungen von Simulatoren
Je nach Aufgabe kommen unterschiedliche Formen zum Einsatz. Reine Prozesssimulationen bilden Abläufe und Zustände softwarebasiert nach. Signal- und Schnittstellensimulationen emulieren Ein- und Ausgänge oder Kommunikationspartner für Steuerungen. Bei gekoppelten Testaufbauten wird die Simulation direkt mit realer Hardware verbunden, um das Zusammenspiel von Steuerung, Peripherie und Datenverkehr unter praxisnahen Bedingungen zu prüfen.
Abgrenzung zu Steuerungen, BUS-Systemen und Überwachung
Simulatoren gehören in dieser Hierarchie zum Bereich Datenübertragung, Steuerung und Überwachung, weil sie genau diese Funktionen nachbilden oder testen. Sie unterscheiden sich jedoch klar von SPS/PLC, Mikrocomputersteuerungen oder anderen Steuerungen, die reale Anlagenbefehle ausführen. Gegenüber BUS-Systemen, Interfaces oder elektrischen Signalleitungen stellen Simulatoren keine eigentliche Übertragungsinfrastruktur bereit, sondern nutzen oder emulieren sie. Von Monitorsystemen für die Überwachung grenzen sie sich dadurch ab, dass sie nicht primär reale Zustände anzeigen, sondern modellierte oder künstlich erzeugte Zustände bereitstellen.