Was unter Naturholzplatten verstanden wird
Naturholzplatten bezeichnen Platten aus Holz, bei denen die natürliche Struktur und Anmutung des Werkstoffs erhalten bleibt. Im Unterschied zu beschichteten oder rein funktional ausgerichteten Spezialplatten steht nicht eine künstliche Oberfläche, sondern das reale Holzbild im Vordergrund. Relevant sind dabei unter anderem Holzart, Maserung, Farbton, Sortierung und die Art der Oberflächenbearbeitung.
Einsatz im Möbelbau und Innenausbau
Verwendet werden Naturholzplatten für sichtbare Bauteile mit gestalterischem Anspruch. Typische Anwendungen sind Fronten, Tischplatten, Wandverkleidungen, Regale, Einbauten, Theken oder Innenausbauelemente. Sie kommen vor allem dort zum Einsatz, wo eine natürliche Materialwirkung gewünscht ist und die Oberfläche nicht hinter Beschichtungen oder Dekoren zurücktritt.
Unterschiede nach Holzart, Aufbau und Oberfläche
Naturholzplatten unterscheiden sich in erster Linie durch die verwendete Holzart, die optische Sortierung, den Plattenaufbau und die Endbehandlung der Oberfläche. Je nach Ausführung stehen eher ruhige oder lebhafte Holzbilder, helle oder dunkle Töne sowie unterschiedliche Haptiken im Vordergrund. Auch unbehandelte, geölte, gewachste oder anderweitig veredelte Oberflächen sind je nach Anforderung möglich.
Abgrenzung zu Multiplex-, Span- und Schichtstoffplatten
Naturholzplatten sind von anderen Holzwerkstoffen klar zu unterscheiden. Multiplexplatten sind primär über ihren lagenweisen Aufbau definiert, Möbelspanplatten über den Spanträger und Schichtstoffplatten über eine belastbare Deckschicht. Naturholzplatten werden dagegen nach ihrer natürlichen Holzoberfläche und Materialwirkung eingeordnet. Gegenüber Hartfaserplatten, Verbundplatten oder mineralisch gebundenen Holzwerkstoffen stehen weniger funktionale Zusatzeigenschaften als vielmehr Optik, Haptik und holztypische Bearbeitung im Vordergrund.