Was Notstromleuchten technisch auszeichnet
Bei Notstromleuchten steht nicht nur die Lichtverteilung im Vordergrund, sondern vor allem die sichere Versorgung im Ausfallfall. Die Leuchte ist dafür ausgelegt, aus einer Notstromquelle gespeist zu werden, beispielsweise aus einer Sicherheitsstromversorgung, einer Zentralbatterie oder einem vergleichbaren System. Entscheidend ist die Abstimmung von Leuchte, Verdrahtung, Schaltart und Notstromversorgung auf das Gesamtkonzept des Gebäudes.
Typische Einsatzbereiche im Hochbau
Notstromleuchten kommen in Gebäudebereichen zum Einsatz, in denen Dunkelheit bei Netzausfall zu Sicherheits-, Orientierungs- oder Betriebsproblemen führen kann. Dazu zählen unter anderem Verkehrsflächen, Treppenhäuser, Technikräume, grössere Nutzflächen, öffentliche Gebäude sowie gewerblich oder industriell genutzte Bereiche. Je nach Objekt werden einzelne Zonen gezielt abgesichert oder ganze Beleuchtungsabschnitte für den Notbetrieb vorgesehen.
Ausführungen nach Betriebsart und Einbausituation
Notstromleuchten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, abhängig von Betriebsart und Montageort. Üblich sind Lösungen, die dauerhaft leuchten, nur im Störungsfall aktiv werden oder in kombinierter Form betrieben werden. Hinzu kommen verschiedene Bauformen wie Einbau-, Anbau-, Wand- oder Deckenleuchten sowie Ausführungen für robuste, feuchte oder technisch anspruchsvolle Umgebungen. Welche Variante geeignet ist, richtet sich nach Nutzung, Gebäudestruktur und Notstromsystem.
Abgrenzung zu Notbeleuchtung und Fluchtwegbeleuchtungen
Notstromleuchten bezeichnen die konkrete Leuchte, die an einer Notstromversorgung betrieben wird. Notbeleuchtung oder Notleuchten sind weiter gefasste Begriffe für Beleuchtungslösungen, die bei Stromausfall wirksam bleiben. Fluchtwegbeleuchtungen sind ein spezieller Teil davon und auf die Kennzeichnung und Ausleuchtung von Fluchtwegen und Ausgängen ausgerichtet. Andere Spezialleuchten wie explosionsgeschützte oder vandalensichere Leuchten unterscheiden sich nicht über die Stromversorgung, sondern über ihre Schutz- oder Einsatzmerkmale.