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Pressmassen

Pressmassen sind verarbeitungsfertige Formmassen auf Basis von Phenol-Formaldehyd-Harzen für Pressverfahren unter Wärme und Druck. Im Unterschied zum Reinharz enthalten sie neben dem PF-Harz weitere Bestandteile, die Fliessverhalten, Aushärtung und spätere Bauteileigenschaften beeinflussen. Innerhalb der PF-Werkstoffe bilden sie den Übergang vom Harz zum konkret verarbeitbaren Formstoff.

Was bei PF-Harzen unter Pressmassen verstanden wird

Bei Phenol-Formaldehyd-Harzen bezeichnet Pressmasse eine Formulierung, die gezielt für das Formpressen und verwandte Duroplast-Verfahren ausgelegt ist. Das Harz wird dafür mit zusätzlichen Komponenten kombiniert, damit die Masse dosierbar, verarbeitbar und im Werkzeug kontrolliert aushärtbar ist. Pressmassen sind somit keine chemische Grundsubstanz, sondern ein auf die Formgebung abgestimmter Werkstoff.

Typische Einsatzfelder für PF-Pressmassen

PF-Pressmassen werden verwendet, wenn formstabile Duroplast-Formteile mit reproduzierbarer Geometrie hergestellt werden sollen. Anwendungsfelder finden sich unter anderem bei technischen Formteilen für Elektroanwendungen, Haushalt, Maschinenbau und weiteren industriellen Serienbauteilen. Welche Eigenschaften im Einzelfall erreicht werden, hängt von Rezeptur, Füllstoffsystem und Verarbeitungsbedingungen ab.

Zusammensetzung und werkstoffliche Ausprägungen

Die Eigenschaften einer Pressmasse werden nicht nur durch das PF-Harz bestimmt, sondern auch durch Art und Anteil von Füllstoffen, Fasern, Schmier- und Hilfsstoffen sowie gegebenenfalls Farbstoffen. Daraus ergeben sich Unterschiede beim Pressverhalten, bei der Oberflächenqualität, bei mechanischen Kennwerten sowie bei elektrischen oder thermischen Eigenschaften. PF-Pressmassen liegen deshalb nicht als einheitlicher Standardwerkstoff vor, sondern als an Werkzeug, Geometrie und Einsatzprofil angepasste Formulierungen.

Abgrenzung zu Reinharzen, Pulver und Halbzeug

In der Hierarchie gehören Pressmassen zur Gruppe der Phenol-Formaldehyd-Harze, unterscheiden sich aber klar von Reinharzen, die noch keine verarbeitungsspezifische Compoundierung darstellen. Gegenüber Pulver beschreibt Pressmasse nicht bloss eine Lieferform, sondern eine funktional eingestellte Formulierung für das Pressen. Von Halbzeug grenzt sie sich dadurch ab, dass noch kein vorgeformtes Zwischenprodukt wie Platte, Stab oder Profil vorliegt.

0 Anbieter

Die folgende Übersicht zeigt Unternehmen im Bereich Pressmassen innerhalb der PF-Harze. Berücksichtigt sind Anbieter aus Herstellung, Aufbereitung oder werkstoffnaher Verarbeitung.
Unter dieser Leistung wurde noch kein Anbieter eingetragen.

Fragen & Antworten zu Pressmassen

  • Sind Pressmassen und PF-Pulver dasselbe?

    Nein. Pulver beschreibt in erster Linie die Form des Materials, Pressmasse die für das Pressverfahren eingestellte Werkstoffrezeptur.

  • Woraus bestehen PF-Pressmassen?

    Sie bestehen aus Phenol-Formaldehyd-Harz und weiteren Bestandteilen wie Füllstoffen, Verstärkungen und Verarbeitungshilfen. Die genaue Zusammensetzung ist an die Anwendung angepasst.

  • Sind Pressmassen bereits Halbzeug?

    Nein. Pressmassen sind verarbeitungsfertige Formstoffe vor der eigentlichen Formgebung, aber noch kein Halbzeug und kein fertiges Bauteil.

  • Für welche Verfahren sind Pressmassen vorgesehen?

    Sie sind vor allem für Formpressverfahren mit Wärme und Druck vorgesehen. Welche Verfahren im Detail geeignet sind, hängt von der jeweiligen Formulierung ab.


Weitere Leistungen unter
Phenol-Formaldehyd-Harze (PF)

  • Halbzeug
  • Pulver
  • Reinharze

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Leistung: Pressmassen aus PF-Harzen: Eigenschaften und Abgrenzung
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