Geregelte Materialaufgabe bei losem Holzmaterial
Ein Dosierfoerderer entnimmt Material aus einem Vorrat, puffert Zuflussschwankungen und gibt es in einer vorgegebenen Menge weiter. Das ist vor allem bei Schuettguetern aus Holz relevant, deren Schuettverhalten je nach Korngroesse, Feuchte und Faseranteil stark variiert. Die Auslegung richtet sich danach, ob ein kontinuierlicher Materialstrom, eine taktweise Beschickung oder eine definierte Aufgabe an eine Maschine gefordert ist. Neben der Foerderleistung sind ein gleichmaessiger Austrag, eine moeglichst stoerungsarme Entleerung und die Eignung fuer das jeweilige Material entscheidend.
Typische Einsatzstellen in der Holzbranche
Dosierfoerderer werden dort eingesetzt, wo Holzschuettgut aus Bunkern, Silos, Trichtern oder Zwischenlagern an Prozessschritte uebergeben wird. Typische Anwendungen sind die Beschickung von Trocknungsanlagen, Zerkleinerung, Siebung, Sortierung, Feuerungsanlagen oder Produktionslinien fuer Holzwerkstoffe. Auch bei Restholz aus Saegewerken und Bearbeitungszentren dienen sie dazu, unregelmaessig anfallendes Material in einen kontrollierten Materialfluss zu ueberfuehren. In Pelletierung und Biomasseprozessen ist die geregelte Aufgabe ebenfalls relevant, wenn nachgelagerte Aggregate nur innerhalb bestimmter Lastbereiche stabil arbeiten.
Bauformen und Auslegung nach Materialeigenschaften
Die konkrete Ausfuehrung haengt stark von Materialform und Betriebsbedingungen ab. Bei feinen oder rieselfaehigen Holzfraktionen gelten andere Anforderungen als bei langfaserigen, feuchten oder bruessigen Bestandteilen. Je nach Anwendung kommen einfache Austragsloesungen, robuste Foerderelemente fuer ungleichfoermiges Schuettgut oder Bauarten mit dosierender Steuerung zum Einsatz. Relevant sind zudem Bunkergeometrie, Brueckenbildung, Verschleiss, Reinigbarkeit und die Abstimmung auf den nachfolgenden Prozess, damit es weder zu Ueberfuellung noch zu Leerlaeufen kommt.
Abgrenzung zu anderen Foerdermitteln
Innerhalb der Foerdermittel sind Dosierfoerderer auf die geregelte Materialabgabe ausgelegt. Foerderanlagen oder Kratzfoerderer dienen haeufig primaer dem Materialtransport ueber eine Strecke, waehrend ein Dosierfoerderer die Aufgabemenge stabilisiert. Schubboden-Systeme werden eher fuer die Austragung aus groesseren Lagerbereichen eingesetzt, Rollenbahnen fuer stueckige Gueter statt fuer loses Holzschuettgut. Gegenueber Werkstueckfoerderern, Haengebahnen oder Plattentransportgeraeten ist der Anwendungsfall damit klar abgegrenzt: Dosierfoerderer sind fuer dosierte Stroeme von losem Material ausgelegt, nicht fuer den Transport einzelner Bauteile oder Gebinde.