Was unter Schaumstoffen und Schaumstoffsystemen zu verstehen ist
Der Leistungsbereich umfasst schaumstoffbasierte Materialien für gepolsterte Möbel sowie daraus aufgebaute Systeme mit definierten Funktionen. Dazu zählen etwa Platten, Blöcke, Zuschnitte, Formteile oder mehrschichtige Aufbauten für Komfort, Stützung und Formgebung. Ein Schaumstoffsystem besteht in der Regel nicht nur aus einem einzelnen Material, sondern aus einer abgestimmten Kombination von Schichten, Dichten oder Oberflächenaufbauten.
Typische Anwendungen in der Möbelproduktion
Schaumstoffe werden in Sitzflächen, Rückenlehnen, Armteilen, Kopfstützen und gepolsterten Innenkonstruktionen verarbeitet. Je nach Möbeltyp stehen Druckverteilung, Rückstellverhalten, Formstabilität oder weiche Oberflächen im Vordergrund. In der Fertigung kommen sie als Zuschnitt für Serienmöbel, als individueller Formkörper für Sonderanfertigungen oder als Bestandteil komplexerer Polsteraufbauten zum Einsatz.
Materialaufbauten, Zuschnitte und funktionale Ausprägungen
Unterschieden wird unter anderem nach Härte, Raumgewicht, Elastizität, Aufbauhöhe und Bearbeitungsform. Verarbeitet werden einfache Schaumstoffkerne, profilierte Elemente, kaschierte Lagen, Verbundaufbauten oder montagefertige Formteile. Relevant sind dabei nicht nur die Materialeigenschaften des einzelnen Schaums, sondern auch die Abstimmung mehrerer Schichten auf Komfort, Tragverhalten und die vorgesehene Nutzung des Möbelstücks.
Abgrenzung zu verwandten Polstermaterialien
Im Unterschied zu Füllstoffen, Füllvliesen oder Polsterwatte dienen Schaumstoffe primär der tragenden und formgebenden Polsterschicht. Gegenüber Latexschaummaterial oder Schaumgummi bezeichnet der Bereich Schaumstoffe und Schaumstoffsysteme den breiteren Oberbegriff für unterschiedliche Schaumlösungen und deren Kombinationen. Von Matratzen oder Lattenrosten grenzt sich die Leistung dadurch ab, dass hier das Material oder der Polsteraufbau im Vordergrund steht und nicht das fertige Endprodukt.