Gurten im Aufbau von Polstermöbeln
Im Polsterbereich werden Gurten quer, längs oder kreuzweise über Rahmen und Unterkonstruktionen gespannt. Sie bilden eine tragende Ebene unter Polsterauflagen oder ergänzen andere Tragelemente im Möbelinneren. Das beeinflusst, wie Lasten verteilt werden und wie fest oder nachgiebig eine Sitz- oder Rückenfläche reagiert.
Typische Anwendungen in Schreinerei und Möbelproduktion
Verwendet werden Gurten bei Sofas, Sesseln, Stühlen, Bänken und gepolsterten Rückenlehnen. Sie kommen sowohl in der Serienfertigung als auch bei Einzelanfertigungen und Reparaturen vor. Besonders bei verdeckten Innenkonstruktionen sind sie ein funktionales Bauteil, das von aussen meist nicht sichtbar ist.
Ausführungen nach Dehnung, Breite und Einbauart
Unterschieden wird unter anderem nach Dehnungsverhalten, Breite, Festigkeit und Oberflächenaufbau. Für bestimmte Möbelkonstruktionen werden elastische Gurten verwendet, in anderen Fällen wenig dehnbare Varianten. Auch die Einbauart variiert: Gurten können einzeln gespannt, rasterförmig angeordnet oder mit weiteren Tragelementen kombiniert werden.
Abgrenzung zu Federböden, Kordeln und Zurrgurten
Innerhalb der Polstermaterialien und des Zubehörs sind Gurten von Federböden klar zu unterscheiden: Federböden bilden eigenständige Federungssysteme, während Gurten vor allem als gespannte Trage- oder Verbindungselemente dienen. Von Kordeln und Schnüren unterscheiden sie sich durch ihre flache, bandförmige Ausführung. Mit Zurrgurten oder Hebebändern aus dem Transport- und Hebebereich haben Polstergurten zwar die Gurtform gemeinsam, nicht aber den gleichen Verwendungszweck.