Wie Stiltüren aufgebaut sind
Eine Stiltür besteht in der Regel aus einem umlaufenden Rahmen mit eingesetzten Füllungen oder entsprechend gegliederten Türfeldern. Die vertikalen und horizontalen Rahmenteile prägen das Erscheinungsbild ebenso wie Profilierungen, Fräsbilder und die Anzahl der Kassetten. Im Unterschied zu einer glatten Tür steht bei Stiltüren die sichtbare Gliederung der Türfläche im Vordergrund.
Typische Einsatzbereiche im Innenausbau
Stiltüren werden häufig in Wohnbauten, Umbauten, Altbausanierungen und Innenausbauten mit klassischer oder handwerklich geprägter Gestaltung eingesetzt. Sie passen zu Fluren, Wohnräumen, Zimmern oder repräsentativen Innenbereichen, in denen die Tür nicht nur Raumabschluss, sondern auch Gestaltungselement ist. Je nach Ausführung können sie in traditionellen, ländlichen oder auch reduzierten, zeitgemässen Konzepten verwendet werden.
Varianten bei Gestaltung, Material und Ausführung
Stiltüren unterscheiden sich unter anderem durch die Anzahl und Form der Füllungen, durch Profilierungen, Fräsungen, Lichtausschnitte und Oberflächenbehandlungen. Sie sind in unterschiedlichen Holzarten, furnierten oder lackierten Ausführungen sowie mit verschieden ausgeprägten Rahmenprofilen erhältlich. Auch Kombinationen mit Glaseinsätzen sind möglich, wenn die gegliederte Form der Tür erhalten bleiben soll.
Abgrenzung zu Holztüren, Glastüren und Funktionstüren
Stiltüren beschreiben in erster Linie eine gestalterische und konstruktive Türform. Von allgemeinen Holztüren unterscheiden sie sich durch die bewusst gegliederte Optik; nicht jede Holztür ist eine Stiltür. Gegenüber Glastüren liegt der Schwerpunkt auf einer massiveren, strukturierten Türfläche. Zu Funktionstüren wie Brandschutz-, Schallschutz- oder Sicherheitstüren besteht eine andere Einordnung: Dort steht die technische Anforderung im Vordergrund, während Stiltüren primär nach Bauart und Erscheinungsbild beschrieben werden.