Funktionsprinzip von Drehtüren
Eine Drehtür besteht aus einem runden oder polygonalen Türraum, in dem sich die Türflügel um eine vertikale Mittelachse drehen. Personen betreten ein Segment, werden durch die Drehbewegung weitergeführt und verlassen die Tür auf der Gegenseite. Dadurch entstehen keine vollständig offenstehenden Durchgänge wie bei einer Flügel- oder Schiebetür. Die Bauweise wird häufig dort gewählt, wo Zugluft, direkte Witterungseinwirkung oder unkontrollierte Luftströme reduziert werden sollen.
Typische Einsatzbereiche im Gebäudezugang
Drehtüren finden sich vor allem in Eingangsbereichen von Bürogebäuden, Hotels, Verwaltungsbauten, Einkaufszentren oder anderen Objekten mit regelmässigem Publikumsverkehr. Sie eignen sich für Foyers und Haupteingänge, bei denen viele Personen nacheinander eintreten und austreten. Für Nebeneingänge, enge Erschliessungen oder Bereiche mit häufigem Materialtransport sind andere Türsysteme oft praktikabler.
Ausführungen und konstruktive Merkmale
Drehtüren werden manuell oder mit motorischer Unterstützung ausgeführt. Üblich sind Anlagen mit drei oder vier Flügeln, je nach gewünschter Aufteilung des Durchgangs und nach Gebäudegeometrie. Auch Material und Gestaltung variieren, etwa mit hohem Glasanteil, gerahmten Elementen oder Kombinationen mit seitlichen Festverglasungen. Bei der Planung sind insbesondere Durchgangsbreite, Nutzungsfrequenz, Barrierefreiheit, Sicherheitseinrichtungen und die Einbindung in den Eingangsbereich zu berücksichtigen.
Abgrenzung zu Flügel-, Pendel- und Schiebetüren
Innerhalb der Kategorie Tore und Türen unterscheiden sich Drehtüren klar von anderen Systemen. Flügeltüren öffnen um seitliche Bänder, Pendeltüren schwingen in eine oder beide Richtungen, und Schiebetüren bewegen sich seitlich entlang einer Führung. Drehschiebetüren kombinieren eine Dreh- mit einer Schiebebewegung, während Drehtüren als rotierende Eingangsanlage mit zentraler Achse funktionieren. Gegenüber Haustüren oder Innentüren sind sie weniger als einzelnes Türblatt, sondern als vollständiges Eingangssystem zu verstehen.