Wie druckimprägniertes Vollholz behandelt wird
Bei der Druckimprägnierung wird ein Imprägniermittel unter kontrollierten Bedingungen in die äusseren Holzbereiche eingebracht. Dadurch wird die Wasseraufnahme reduziert und das Verhalten des Holzes bei Feuchtebeanspruchung beeinflusst. Wie tief und gleichmässig ein Mittel eindringt, hängt unter anderem von Holzart, Feuchtegehalt, Querschnitt und Bearbeitungszustand ab.
Typische Anwendungen bei Feuchte- und Witterungseinfluss
Verwendet wird dieses Vollholz für Bauteile, die nicht dauerhaft trocken bleiben, etwa im Gartenbau, bei Aussenverkleidungen, Unterkonstruktionen oder einfachen Trag- und Rahmenelementen im Freien. Auch im Umfeld von Terrassen, Sichtschutz oder Nebenbauten kommt es vor. Ob ein Produkt für eine konkrete Beanspruchung geeignet ist, richtet sich nach der jeweiligen Behandlung und dem vorgesehenen Einsatzbereich.
Holzarten, Bearbeitung und Lieferzustände
Wasserabstossendes, druckimprägniertes Vollholz ist in verschiedenen Holzarten und Querschnitten erhältlich, vom sägerohen Stück bis zur weiterbearbeiteten Hobelware. Die Behandlung kann vor oder nach bestimmten Bearbeitungsschritten erfolgen, was Einfluss auf Schnittflächen und Nachbearbeitung hat. Für die Auswahl sind neben dem Feuchteschutz auch Formstabilität, Oberflächenanforderungen und die spätere konstruktive Einbausituation relevant.
Abgrenzung zu anderem Massivholz
Innerhalb der Produktgruppe Massivholz bezeichnet diese Ausführung keine eigene Holzart, sondern eine funktionale Behandlung gegen Feuchteaufnahme. Im Unterschied zu Balken, Bauholz und Kantholz oder Konstruktionsholz steht nicht primär die geometrische oder statische Einordnung im Vordergrund. Gegenüber FSC-zertifiziertem Holz geht es nicht um Herkunftsnachweise, sondern um Materialbehandlung. Vergütetes Vollholz ist der breitere Oberbegriff; druckimprägniertes Vollholz ist eine konkrete Variante davon.