Wie keilgezinkte Baulatten hergestellt werden
Bei der Keilzinkung werden stirnseitig profilierte Holzstücke miteinander verleimt und zu einer längeren Latte verbunden. Fehlstellen können vor dem Verbinden ausgeschnitten werden, wodurch ein gleichmässigeres Ausgangsmaterial entsteht. Das Produkt bleibt Massivholz, weist aber im Unterschied zu durchgehenden Latten sichtbare Verbindungsstellen entlang der Länge auf.
Typische Einsätze auf Baustelle und im Ausbau
Keilgezinkte Baulatten werden als Lattungen, Unterkonstruktionen, Distanzhölzer, Montagehilfen oder für einfache Rahmenkonstruktionen eingesetzt. Sie kommen dort infrage, wo gerade, definierte Längen benötigt werden und die Produktdeklaration zum vorgesehenen Einsatz passt. Ob eine Latte für statisch relevante oder lediglich für untergeordnete Anwendungen geeignet ist, ergibt sich nicht aus der Keilzinkung allein, sondern aus der ausgewiesenen Qualität und Verwendung.
Wichtige Merkmale bei Querschnitt, Oberfläche und Holzqualität
Unterschieden wird unter anderem nach Querschnitt, Länge, Holzart, Holzfeuchte und Oberflächenbearbeitung. Je nach Anwendung sind sägeraue oder gehobelte Ausführungen sinnvoll. Bei der Beschaffung sind zudem Angaben zur Sortierung, zur Geradheit sowie zu sichtbaren Ast- und Harzmerkmalen relevant, weil diese die Weiterverarbeitung und das Einbaubild beeinflussen.
Abgrenzung zu Schnittware, Bauholz und Konstruktionsholz
Innerhalb der Kategorie Massivholz sind keilgezinkte Baulatten ein lattenförmiges Produkt mit Längsverbindung. Im Unterschied zu Schnittware, Schnittholz und Kanteln sind sie nicht einfach aus einem Stück geschnitten, sondern aus mehreren Abschnitten zusammengesetzt. Gegenüber Balken, Bauholz und Kantholz liegen die Unterschiede vor allem im kleineren Querschnitt und im Einsatzbereich. Von Konstruktionsholz sind sie abzugrenzen, wenn für tragende Zwecke formale Anforderungen an Sortierung, Kennzeichnung oder Verwendungsnachweise bestehen.