Leistungsumfang der Planung im Grundbau
Zur Planung im Grundbau gehört die konzeptionelle und technische Vorbereitung von Massnahmen im Untergrund. Dazu zählen unter anderem Baugrubenkonzepte, Gründungsvarianten, Sicherungen angrenzender Bereiche, Umgang mit Grundwasser sowie die Festlegung von Bauphasen. Die Planung berücksichtigt die Wechselwirkungen zwischen Bauwerk, Boden, Wasser und bestehender Umgebung und übersetzt diese in umsetzbare Vorgaben für das Projekt.
Typische Planungsanlässe bei Baugruben und Gründungen
Planungsleistungen werden benötigt, wenn Bauvorhaben besondere Anforderungen an den Untergrund stellen oder wenig Spielraum im Bestand besteht. Das betrifft beispielsweise innerstädtische Baugruben mit Nachbargebäuden, Gründungen bei begrenzter Tragfähigkeit des Bodens, Arbeiten im Grundwasser oder Projekte mit engen Platzverhältnissen und komplexen Bauabläufen. Auch bei Infrastrukturbauten im Tiefbau dient die Planung dazu, Bauzustände, Zugänglichkeit und technische Risiken früh zu ordnen.
Inhalte von Variantenwahl, Bauphasen und Schnittstellen
Ein wesentlicher Teil der Planung ist die Prüfung und Gegenüberstellung geeigneter Systeme. Je nach Aufgabe kann es um die Wahl zwischen unterschiedlichen Baugrubenabschlüssen, Gründungsarten, Verankerungs- oder Wasserhaltungskonzepten gehen. Ebenso werden Bauphasen, Reihenfolgen, Zugänge, Platzbedarf und Schnittstellen zu Rohbau, Werkleitungen oder Verkehrsführung beschrieben. Damit entsteht eine belastbare Grundlage für Ausschreibung, Koordination und spätere Ausführung.
Abgrenzung zu Berechnung, Sondieren und Ausführung
Planung ist im Grundbau nicht mit Sondieren, Berechnung oder der eigentlichen Ausführung gleichzusetzen. Sondierungen und andere Baugrunduntersuchungen liefern Grundlagen zum Untergrund, während Berechnungen einzelne Nachweise und Bemessungen behandeln. Die Planung führt diese Informationen zusammen, entwickelt daraus ein baubares Gesamtkonzept und stimmt es mit dem Projekt ab. Gegenüber Leistungen wie Bohren, Verankerung oder Absenken beschreibt sie also das Vorgehen, nicht die Herstellung selbst.