Funktion von Volumenstromreglern im Luftkanal
Ein Volumenstromregler beeinflusst den Querschnitt oder die Stellung eines Regelorgans so, dass ein definierter Luftvolumenstrom erreicht oder eingehalten wird. Er kann auf einen festen Sollwert eingestellt sein oder auf veränderte Betriebsbedingungen reagieren. Im Unterschied zu einer reinen Drosselklappe ist die Aufgabe nicht nur das Absperren oder Einregulieren, sondern das gezielte Regeln eines Luftstroms im laufenden Betrieb.
Typische Einbauorte in Lüftungsanlagen
Volumenstromregler kommen in Zu- und Abluftsystemen zum Einsatz, wenn unterschiedliche Bereiche einer Anlage separat versorgt werden müssen. Typische Einbauorte sind Strangabzweige, Zonenleitungen oder Anschlussbereiche einzelner Nutzungseinheiten. Sie werden dort verwendet, wo Luftmengen pro Raum, Bereich oder Nutzungsvorgabe eingehalten werden sollen, etwa bei wechselnder Belegung oder unterschiedlichen Betriebszuständen.
Ausführungen nach Regelverhalten und Bauform
Volumenstromregler sind in verschiedenen Ausprägungen verfügbar, unter anderem für konstante oder variable Luftmengen. Je nach Kanalnetz werden sie für runde oder rechteckige Luftkanäle ausgeführt. Üblich sind Lösungen mit manueller Voreinstellung sowie Ausführungen mit Antrieb und Ansteuerung über die Gebäude- oder Lüftungsregelung. Welche Variante passt, hängt von Kanalgeometrie, Regelaufgabe und gewünschter Betriebsweise ab.
Abgrenzung zu Volumenstrommessung und Einordnung in die Hierarchie
Innerhalb der Lüftungstechnik gehören Volumenstromregler zur Gruppe der Komponenten für Volumenführung und Luftmengenregelung. Von der Geschwisterleistung Volumenstrommessung unterscheiden sie sich dadurch, dass sie den Luftstrom nicht nur erfassen, sondern aktiv beeinflussen. Messsysteme liefern Werte für Kontrolle, Inbetriebnahme oder Regelung; Volumenstromregler setzen den gewünschten Sollwert im Kanal technisch um.