Was bei der Volumenstrommessung erfasst wird
Gemessen wird die Luftmenge, die in einer bestimmten Zeit durch einen Kanal, ein Gerät oder ein Luftdurchlass strömt. Der Volumenstrom dient dazu, Auslegungsvorgaben mit dem realen Anlagenverhalten zu vergleichen. In Lüftungsanlagen ist diese Messgrösse relevant, wenn Zu-, Ab-, Aussen- oder Fortluftströme abgestimmt, dokumentiert oder überwacht werden müssen.
Typische Einsatzorte in Lüftungen und Lüftungsanlagen
Volumenstrommessung kommt in Haupt- und Nebenkanälen, an einzelnen Strängen sowie an Luftauslässen und Luftdurchlässen zum Einsatz. Typische Anwendungen sind die Inbetriebnahme neuer Anlagen, die Kontrolle nach Umbauten, der hydraulische beziehungsweise luftseitige Abgleich und die laufende Betriebsüberwachung. Auch bei der Fehlersuche, etwa bei ungleich verteilten Luftmengen oder unplausiblen Anlagenwerten, ist sie ein direktes Prüfmittel.
Messprinzipien und Ausprägungen der Volumenstrommessung
Die Volumenstrommessung kann punktuell oder kontinuierlich erfolgen. Je nach Aufbau der Anlage werden Messungen über Strömungsgeschwindigkeit, Druckdifferenzen oder integrierte Messaufnehmer umgesetzt. Die Wahl des Messprinzips hängt unter anderem von Kanalgeometrie, Messbereich, Einbausituation und dem gewünschten Genauigkeitsniveau ab. In der Praxis gibt es mobile Messungen für Service und Abnahme sowie fest installierte Messstellen für die Einbindung in Regelung und Monitoring.
Abgrenzung zu Volumenstromreglern und Einordnung im Gewerk
Innerhalb der Lüftungsanlagen gehört Volumenstrommessung zur Erfassung und Kontrolle von Luftmengen. Sie unterscheidet sich von Volumenstromreglern, die den Luftstrom nicht nur erfassen, sondern aktiv auf einen Sollwert beeinflussen oder begrenzen. Die Leistung ist damit im Bereich Armaturen, Instrumente und Regelungen dem messtechnischen Teil zuzuordnen, während Regler in den Bereich der aktiven Luftmengenführung fallen.